netzeitung.deHoltzbrinck «sehr zufrieden» mit 2005

 Herausgeber: netzeitung.de

Zentrale des Holtzbrinck-Konzerns (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zentrale des Holtzbrinck-Konzerns
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Holtzbrinck-Konzern hat die Profitabilität im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Neben der «Zeit» profitierte das Unternehmen von starken Regionalblättern.

Mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im Rücken hat der Medienkonzern Holtzbrinck auf ein «sehr zufrieden stellendes Jahr» 2005 zurückgeblickt. Die Verkäufe hätten währungsbereinigt um 6,5 Prozent auf 2,087 Milliarden Euro zugelegt, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebitda) sei binnen Jahresfrist «überproportional» um 1,6 Prozent auf 187,8 Millionen Euro angewachsen. Zugleich erhöhte sich der Vorsteuergewinn dem Konzern zufolge von 69,3 Millionen Euro im Jahr 2004 auf zuletzt 142,3 Millionen Euro.

Holtzbrinck sprach von «nachhaltigem und profitablen Wachstum». Das Wochenblatt «Die Zeit» habe «wiederum auf einen sehr guten Geschäftsverlauf» zurückblicken können – «sowohl im Hinblick auf das Kerngeschäft als auch auf die Nebenerlöse». Die Regionalzeitungsverlage des Konzerns seien 2005 «gegen den Trend» gewachsen und hätten einen «gewohnt starken Ergebnisbeitrag» geliefert.

Der meiste Umatz kommt aus dem Ausland
Die deutschen Publikumsverlage hätten sich «sehr gut auf den Bestsellerlisten platziert» gefunden, teilte der Konzern weiter mit. Das gelte sowohl für gebundene als auch für Taschenbücher. Die ausländischen Verlage des Konzerns – vor allem englischsprachige – hätten «ihre Marktstellung in 2005 ebenfalls» ausgebaut. Der Zuwachs im Geschäft mit elektronischen Medien sei «unter anderem auf neue Beteiligungen und Kooperationsformen zurückzuführen», hieß es weiter.

Der Konzern erzielt inzwischen nur noch 48,58 Prozent der Erlöse im Inland. Einen Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf gab das Unternehmen – wie bei Firmen im Privatbesitz üblich – nicht ab. Der Holtzbrinck-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2005 nach eigenen Angaben weltweit 13.872 Menschen. Ein Jahr zuvor waren es 12,855 gewesen. (nz)