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Überraschend gute Zahlen von Infineon

26. Apr 2006 08:52
Chipproduktion bei Infineon
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Nach einem Jahr mit roten Zahlen hat der Chiphersteller Infineon wieder einen positiven Betriebsgewinn erzielt. Konzernchef Ziebart bekräftigt die Börsenpläne für das Speichergeschäft.

Überraschend hat der Chiphersteller Infineon im abgelaufenen Quartal einen Betriebsgewinn erzielt: Wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte, wurde vor Steuern und Zinsen ein Ergebnis (Ebit) von 28 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahresquartal war noch ein Minus von 122 Millionen Euro verbucht worden. Analysten hatten für das zweite Quartal des Geschäftsjahres im Schnitt einen Betriebsverlust von 67 Millionen Euro erwartet.

Hinter der positiven Entwicklung stehen erheblich gesteigerte Umsätze: Wie es weiter hieß, summierten sich die Verkäufe zwischen Januar und Märt auf 1,99 Milliarden Euro. Experten hatten auf einen Wert von 1,77 Milliarden Euro getippt. Unter dem Strich schreibt der Konzern indes weiter rote Zahlen.

Allerdings fiel der Fehlbetrag mit 26 Millionen Euro deutlich geringer aus als von Analysten befürchtet: Im Schnitt war ein Nettoverlust von 83 Millionen Euro erwartet worden, nachdem im zweiten Quartal des abgelaufenen Infineon-Geschäftsjahres noch ein Minus von 183 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte.

Ziebart bekräftigt Spaltungspläne

Infineon-Chef Wolfgang Ziebart Foto: dpa
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Konzernchef Wolfgang Ziebart zeigte sich erfreut, dass es «nach vier Quartalen, in denen wir einen Ebit-Fehlbetrag verzeichnet haben», wieder aufwärts geht. Er machte vor allem das Geschäft mit Halbleitern für die Automobil- und Industrieelektronik für das überraschend positive Ergebnis verantwortlich. Während die Fertigung von Kommunikations-Chips im Quartalsvergleichtiefer in die roten Zahlen rutschte, lief das Geschäft mit Speicherchips – das starken Schwankungen unterworfen ist – zuletzt besser.

Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte denn auch die Börsenpläne, die er für die Speicherchipsparte hegt: «Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass sowohl das Geschäft mit Speicherprodukten als auch das Logistikgeschäft gut aufgestellt sind, um zukünftig erfolgreich als separate Unternehmen zu agieren», sagte Ziebart. Die Bereiche sollen bis Anfang Mai von der Mutter getrennt und unter dem Namen Qimonda an die Börse gebracht werden. (nz)

 
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