In Südeuropa entsteht größter Autobahnkonzern
Der Zusammenschluss muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Das neue Unternehmen wird 20.000 Beschäftigte haben und in 16 Staaten vertreten sein. Nach Abzug der Gesamtschulden von 23 Milliarden Euro wird die Fusion einen Börsenwert von 25 Milliarden Euro haben. Größter Einzelaktionär wird mit einem Anteil von 24,9 Prozent die italienische Gesellschaft Schemaventotto des Bekleidungsherstellers Benetton sein. Der spanische Baukonzern ACS kommt auf 12,5, die Sparkasse La Caixa auf 11,7 Prozent.
Italienische Politiker begrüßten die Fusion, forderten aber Klarheit über die Einzelheiten, berichtete das staatliche Fernsehen in Rom. Verkehrsminister Pietro Lunardi sprach von einem «Schritt in die richtige Richtung». Die neue Gesellschaft müsse aber notwendige Investitionen sichern. Der Spitzenpolitiker Francesco Rutelli aus dem Lager des designierten Ministerpräsidenten Romano Prodi äußerte indes Vorbehalte: «Zum gegenwärtigen Zeitpunkt müssen wir ernste Zweifel anmelden.»
Barcelona wurde nach Presseberichten als Sitz gewählt, weil die steuerlichen Bedingungen in Spanien günstiger sind. Die Präsidenten von Abertis und Autostrade, Isidré Fainé und Gian Maria Gros Pietro, sollen als Co-Präsidenten das neue Unternehmen führen. Der Spanier Salvador Alemany soll als geschäftsführendes Vorstandsmitglied das Management leiten. (nz)

