14.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Produktion bei Volkswagen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei Volkswagen sollen einem Bericht zufolge mehrere Tausend Stellen in Deutschland wegfallen. Die verbleibenden Mitarbeiter sollen außerdem länger arbeiten - bekommen dafür aber eine Beschäftigungsgarantie.
Die Beschäftigten des angeschlagenen Autoherstellers Volkswagen
sollen künftig ohne Lohnausgleich mehr als sechs Stunden in der Woche länger arbeiten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf ein Sanierungskonzept, das Markenvorstand Wolfgang Bernhard am Mittwoch dem Aufsichtsrat präsentieren werde. Demnach sollen die Mitarbeiter künftig 35 statt 28,8 Stunden arbeiten. Ein VW-Sprecher lehnte am Freitag einen Kommentar ab.
Dem Bericht zufolge werden mit der Arbeitszeitverlängerung mehr als 20.000 Stellen in Deutschland überflüssig. Die betroffenen Mitarbeitern sollen indes nicht entlassen werden. Vielmehr sollen die Beschäftigten mit Abfindungen und Altersteilzeit zum Ausschied bewegt werden. Die Sanierung trifft laut «Focus» vor allem den Stammsitz Wolfsburg. Dort soll jeder zehnte der 50.000 Jobs wegfallen.
Beschäftigungsgarantie über 2011 hinausIm Gegenzug wolle die Konzernspitze den Gewerkschaften eine langfristige Jobgarantie anbieten, die über 2011 hinausgehe, berichtet «Focus» weiter. Der jetzige Tarifvertrag, nach dem Entlassungen ausgeschlossen sind, läuft 2011 aus. Das VW-Werk in Brüssel soll laut dem Bericht geschlossen werden. Um die deutschen Standorte besser auszulasten, soll die Produktion nach Deutschland verlagert werden.
Unterdessen verbuchte die Marke Volkswagen im ersten Quartal einen Absatzrekord insbesondere bei den Modellen Golf und Passat. Die Marke hatte dem Konzern zufolge im Jahr 2005 aber nur knapp den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Einige westdeutsche Werke arbeiten demnach mit Verlusten. (nz)