29.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ferdinand Piech
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Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat in der VW-Affäre Aufsichtsratschef Ferdinand Piech vernommen. Die Behörde garantierte dem ehemaligen VW-Chef Stillschweigen über Inhalte der Vernehmung. Thema: Schmiergeld-Affäre bei VW Staatsanwaltschaft will VW-Chef befragen Hausdurchsuchung bei Zeugen in VW-Affäre SPD-Politiker in VW-Affäre schwer belastet Berufung im Prozess wegen VW-Affäre Zwei neue Verdächtige in VW-Affäre
Der Vorsitzende des VW-Aufsichtsrats, Ferdinand Piech, ist von der Staatsanwaltschaft Braunschweig zur Affäre um Luxusreisen und Vergnügungen auf Kosten des Autoherstellers Volkswagen
vernommen worden. Piech habe dabei deutlich gemacht, von den sachwidrigen Ausgaben bei VW nichts gewusst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Braunschweig mit.
Der Termin sei kurzfristig auf Wunsch des ehemaligen VW-Vorstandchefs anberaumt worden und habe im Beisein von dessen Rechtsanwalt stattgefunden, hieß es weiter. Gegenstand der Vernehmung seien ausschließlich «Veranstaltungen, Vergünstigungen und Reisen außerhalb dienstlicher Notwendigkeiten» gewesen.
Stillschweigen vereinbartPiech habe ausgesagt, dass das Buchungskonto, über das die Veranstaltungen abgerechnet wurden, auf Grund seines vergleichsweise geringen Kostenvolumens nicht unter dessen Kontrolle gefallen sei. Über weitere Inhalte der Vernehmung wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft «zwischen den Beteiligten Stillschweigen vereinbart».
In dem Verfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwölf Beschuldigte, darunter den ehemaligen VW-Betriebsratschef Klaus Volkert und den Ex-Personalvorstand Peter Hartz. Sechs Verfahren gegen Randfiguren hatte die Ermittlungsbehörde vergangene Woche abgetrennt, um sie schneller abschließen zu können. (nz)