Karstadt-Warenhäuser verkauft
27.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Wie das im M-Dax gelistete Unternehmen weiter mitteilte, werden die Immobilien im Wesentlichen die Kaufhäuser des Konzerns an eine gemeinsame Gesellschaft veräußert, an der KarstadtQuelle mit 49 Prozent beteiligt bleibt. Die Mehrheit liege beim Immobilienfonds Whitehall, einer Tochter der US-Bank Goldman Sachs.
Das Geschäft umfasst den Angaben nach 174 Immobilien. Dazu gehören 85 Waren- 25 Park- und zwölf Sporthäuser. Hinzu kommen 15 Bürogebäude sowie 33 weitere Liegenschaften. Der Konzern wird die Räumlichkeiten weiter nutzen, indem er sie zurückmietet. Den jährlichen Mietzahlungen von 259 Millionen Euro stünden vor allem eine deutlich Entlastung bei den Zinsen gegenüber. Das Konzernergebnis vor Steuern wird sich nach Aussage von Konzernchef Thomas Middelhoff dadurch um etwa 100 Millionen Euro verbessern.
Die Eigenkapitalquote, die im vergangenen Jahr auf 3,2 Prozent gesunken sei, könne damit wieder auf 20 Prozent erhöht werden, zeigte sich Middelhoff zuversichtlich. Die zu geringe Eigenkapitalausstattung sei in der Vergangenheit immer wieder ein großes Problem gewesen. Sollten sich «attraktive Möglichkeiten» ergeben, könne das Unternehmen nun auch wieder zugreifen. (nz)

