26. Mrz 2006 17:49, ergänzt 18:12
In der Rekordzeit von 80 Sekunden haben mehr als 800 Passagiere und Crew-Mitglieder den Riesen-Airbus A380 verlassen. Es gab allerdings mehrere Verletzte. Am 1. April ist ein weiterer Evakuierungstest geplant.
«Das ist ein sehr großer Erfolg», sagte Airbus-Chef Gustav Humbert. Mit der Übung, die Bestandteil des Zulassungsverfahrens für das Flugzeug ist, übertrifft das Unternehmen seine Erfolgsziele deutlich.Es gab allerdings zahlreiche Verletzte: Ein Mann brach sich bei dem Test ein Bein. 32 weitere Personen wurden nach Angaben Humberts leicht verletzt. Bei der Übung mussten die 873 Freiwilligen das Flugzeug in einer verdunkelten Halle innerhalb von 90 Sekunden über acht Notrutschen in acht Metern Höhe verlassen.
Nach Angaben von Airbus wäre der Test schon als erfolgreich gewertet worden, wenn mehr als 650 Personen die Evakuierung in der Zeit schaffen. «Wir haben gezeigt, dass die A380 neue Maßstäbe setzt», sagte Humbert. Bisher hat kein Kunde eine Airbus-Version mit der Maximalauslegung von 853 Sitzen bestellt.
Humbert erinnerte daran, dass die endgültige Bewertung des Tests den Behörden obliegt. Norbert Lohl von der europäischen Sicherheitsbehörde Easa signalisierte nach dem Test Zustimmung: «Der Test machte einen sehr guten Eindruck», sagte er.
Von den 853 Test-Passagieren waren 20 Lufthansa-Mitarbeiter. Die Freiwilligen waren nach Airbus-Angaben nicht für den Test trainiert worden. Im Inneren des Jets herrschte Unordnung wie nach einem echten Flug.
Zweiter Test am 1. April