Finanzinvestor bekommt Zuschlag für Europcar
09.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der Kaufpreis liegt den Angaben zufolge bei 3,3 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 1,26 Milliarden Euro auf den Kaufpreis für das Eigenkapital sowie rund 2,06 Milliarden Euro auf die vom Käufer zu übernehmenden Nettofinanzschulden.
Schon am Mittwoch war Eurazeo Befürchtungen der Belegschaft entgegengetreten, der Verkauf an einen Finanzinvestor könnte einen massiven Stellenabbau zur Folge habe: Eurazeo-Vorstandschef Patrick Sayer habe den Arbeitnehmervertretern in Paris zugesagt, dass er weder einen Stellenabbau noch eine Verlagerung der Unternehmenszentralen von Europcar plane, sagte der Gesamtbetriebsratschef des Autovermieters, Bernd Lubig.
«Europcar verfügt über eine Reihe wichtiger Wettbewerbsvorteile und größtes Wachstumspotenzial», sagte Eurazeo-Vorstandsmitglied Xavier Marin in Paris. «Diese Wachstumsstrategie werden wir in Zusammenarbeit mit dem bestehenden Management von Europcar unmittelbar umsetzen.»
Eurazeo ist nach eigenen Angaben in der Branche bereits durch seine Beteiligung an Fraikin präsent, einem europaweiten Vermieter von Lkw und Industriefahrzeugen. (nz)

