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Billigflieger langen bei Kunden kräftig zu

22. Feb 2006 15:48
Germanwings-Maschine
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Einige Billig-Fluggesellschaften verlangen von ihren Kunden oft überhöhte Gebühren. Germanwings kassiert deswegen eine Abmahnung.

Billigfluggesellschaften kassieren oft zu hohe Gebühren von ihren Kunden. Wie der Radiosender SWR3 am Mittwoch berichtete, drohen deswegen einigen Fluglinien eine Abmahnung wegen unlauteren Wettbewerbs. So verlange die zum Lufthansa-Konzern gehörende Fluglinie Germanwings und die Tui-Tochter HLX bei einem Abflug von Stuttgart deutlich höhere Passagiergebühren als vom Flughafen tatsächlich gefordert.

Die betroffenen Unternehmen erklären das mit Zusatzkosten, die der Flughafen in Rechnung stelle. Diese würden an die Kunden durchgereicht und in die Passagiergebühr eingebunden. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg sieht hierin indes eine klare Irreführung der Passagiere. Die Lufthansa-Tochter Germanwings solle deswegen in den nächsten Tagen abgemahnt werden, bei HLX werde ein solcher Schritt geprüft.

Tricks mit der Sicherheitsgebühr

Mehr in der Netzeitung:
Der irische Billigflieger Ryanair trickst nach Informationen des Radiosenders bei der staatlich festgelegten Luftsicherheitsgebühr. Mit einer Ausnahme stelle die Fluglinien ihren Kunden an allen deutschen Flughäfen deutlich mehr in Rechnung, als tatsächlich an die Bundespolizei abgeführt werden müsse. In einem Fall betrage der Aufschlag sogar mehr als 100 Prozent.

Das ZDF-Magazin «Wiso» hatte zu Wochenbeginn berichtet, mehreren Fluggesellschaften stehe wegen unterschiedlicher Steuern und Gebühren auf derselben Strecke Ärger mit der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs ins Haus. Grund sei, dass sechs Airlines etwa bei Flügen von Köln/Bonn nach Antalya Steuern und Gebühren zwischen 14 und 38,95 Euro erheben würden. Laut Wettbewerbszentrale sei dies nicht zulässig. Die Zentrale bestätigte in Bad Homburg, dass sie den Fall prüfen und bei Verstößen Abmahnungen verschicken werde.

Kerosinzuschlag zu hoch

Laut «Wiso» liegen auch die Kerosinzuschläge bei den sechs Fluggesellschaften weit auseinander: So müssten Passagiere zwischen 38 und 67 Euro zusätzlich zahlen. Auch die Gebührenerstattung bei Nichtantritt des Fluges werde unterschiedlich gehandhabt: Während Germanwings und Air Berlin die Steuern und Gebühren auf Antrag zurückerstatteten, gebe es bei LTU, Condor, Sunexpress und Hapagfly nichts zurück, obgleich bei Nichtantritt gar keine Steuern und Gebühren fällig werden. Dies sei ein klarer Wettbewerbsverstoß, heißt es in dem WISO-Beitrag vom Montagabend. (nz)

 
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