VW will 20.000 Arbeitsplätze streichen
Bei der Zahl handele es sich aber nicht um eine Zielgröße für einen Personalabbau, betonte der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder. Betriebsbedingte Kündigungen schloss er aus: «Wir haben einen Tarifvertrag, und es ist nicht beabsichtigt, den zu kündigen. Und der Tarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen aus», sagte Pischetsrieder auf einer Pressekonferenz.
Auf welchen Wegen dies erreicht und umgesetzt werden soll, sei Gegenstand von Verhandlungen, sagte Pischetsrieder. Der Vorstand stehe zu dem Tarifvertrag vom November 2004. Darin hatten VW und IG Metall bis Ende 2011 eine Arbeitsplatzgarantie für die rund 103.000 Mitarbeiter in Westdeutschland vereinbart. Die Belegschaft bezahlte diese Zusage unter anderem mit einer Nullrunde von zwei Jahren und vier Monaten.
Das Ergebnis vor Steuern stieg den Angaben zufolge von rund einer Milliarde Euro auf 1,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen betrug 3,1 Milliarden Euro - 51 Prozent mehr als im Vorjahr.
Allein das Sparprogramm habe aber zu einer Verbesserung des Ergebnisses in Höhe von 3,5 Milliarden Euro beigetragen und damit mehr als die bisher vom Konzern prognostizierten 3,1 Milliarden Euro. Ertragssäulen seien im vergangenen Jahr vor allem Audi und die Finanzdienstleistungen gewesen, hieß es.
Für das laufende Jahr erwartet der Konzern dank der Sparbemühungen ein leichtes Umsatzplus. Zur erwarteten Gewinnentwicklung äußerte sich VW zunächst nicht. (nz)

