Investoren wollen weiteres Zeitungshaus kaufen
Namen nannte von Bismarck nicht. Spekulationen über Interesse an der «Sächsischen Zeitung» wies er zurück: «Da gibt es zur Zeit überhaupt keine Gespräche, weder mit den Gesellschaftern noch mit dem Management.» Käufer des Berliner Verlags wie der «Mopo» war die BV Deutsche Zeitungsholding, die mit 75 Prozent von VSS-Investoren, zu 15 Prozent von Montgomery und mit zehn Prozent vom Management getragen wird.
Von Bismarck sagte, die BV Holding wolle «sowohl organisch sowie durch weitere Zukäufe in den deutschen Markt wachsen». In einer größeren Gruppe könne man Synergien und Potenziale in Produktion, Marketing und Vertrieb heben, argumentierte der VSS-Manager. Die gesamte Gruppe soll in Deutschland auf einen Jahresumsatz von 300 bis 400 Millionen Euro kommen. Derzeit seien es in Berlin und Hamburg zusammen knapp 150 Millionen Euro.
Die Investorengruppe hatte Anfang Dezember gegen den Willen der Beschäftigten den Berliner Verlag übernommen, in dem neben der «Berliner Zeitung» auch der «Berliner Kurier» und das Magazin «Tip» erscheinen. Ende Januar übernahm die BV Holding auch die «Hamburger Morgenpost». Erst nach der Kartellfreigabe für die Übernahme in Hamburg könne man gemeinsame Pläne schmieden. In jedem Fall behielten die jeweiligen Titel ihre publizistische Unabhängigkeit, betonte von Bismarck. (nz)

