netzeitung.deAllianz schließt Kündigungen nicht mehr aus

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Allianz-Zentrale (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Allianz-Zentrale
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Beim Umbau des Allianzkonzerns fallen in diesem Jahr im Vertrieb 700 Stellen weg. Ab 2007 könnte es sogar zu Kündigungen kommen.

Beim radikalen Umbau des Finanzkonzerns Allianz
fällt im Vertriebsinnendienst mit 700 Arbeitsplätzen jede dritte Stelle weg. Der neue Chef des Deutschlandgeschäfts sagte am Freitag in München, der Verlust an Arbeitsplätzen solle durch Angebote im Außendienst so weit wie möglich ausgeglichen werden.

Auch um neue Stellen bei Vermittlern oder anderen Geschäftspartnern werde sich die Allianz kümmern, sagte Rupprecht. Generell bleibe es dabei, dass es in diesem Jahr «keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen und Standortschließungen» geben werde.

Keine Garantien
Wie viele weitere Arbeitsplätze durch die Neuordnung des deutschen Versicherungsgeschäfts unter dem Dach der neuen Allianz Deutschland AG wegfallen sollen, ließ Rupprecht offen. Die genauen Details des neuen Betriebsmodells müssten erst noch erarbeitet werden, sagte er. «Wie viele Arbeitsplätze wir in Deutschland tatsächlich bieten können, hängt ganz entscheidend vom Wachstum ab», fügte Rupprecht hinzu.

Allianz-Konzernchef Michael Diekmann schließt indes für 2007 betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. «Vor der Einführung eines neuen Geschäftsmodells können wir keine langfristigen Beschäftigungsgarantien abgeben», zitierte die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» Diekmann vorab.

Durch die Bündelung des deutschen Versicherungsgeschäfts gehe die Allianz von operativen Ergebnisverbesserungen um etwa 200 Millionen Euro im kommenden Jahr sowie um 400 Millionen Euro im Jahr 2008 und etwa 600 Millionen Euro im darauf folgenden Jahr aus, sagte Diekmann. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin handelt es sich dabei aber nicht um Planzahlen für einen etwaigen Personalabbau, sondern um Annahmen, die bei den Plänen für den Konzernumbau zugrunde gelegt worden seien. Dieser Umbau umfasst auch die milliardenschwere Komplettübernahme der italienischen Tochter RAS sowie die Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (SE). (nz)