netzeitung.deVW-Ombudsstelle soll Korruption verhindern

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Volkswagen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Künftig haben VW-Mitarbeiter im Falle eines Korruptionsverdachtes vertrauliche Ansprechpartner. Der Konzern engagierte zwei Rechtsanwälte als Ombudsmänner.

In Reaktion auf die Schmiergeld-Affäre hat der Autohersteller Volkswagen
ein konzernweites Ombudssystem eingerichtet. Wie das Unternehmen am Montag in Wolfsburg mitteilte, können sich Mitarbeiter bei Informationen zu Korruptions- Tatbeständen «strikt vertraulich» an zwei Rechtsanwälte wenden, die die Hinweise ihrerseits an den Konzern weiterleiten. VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte dies bereits im November vergangenen Jahres angekündigt.

Nach Angaben des Unternehmens arbeiten die beiden Ombudsmänner Rainer Buchert und Thomas Rohrbach auf «selbstständiger und vom Unternehmen operativ unabhängiger Basis». Buchert, der früher Polizeipräsident von Offenbach war, konzentriert sich als selbständiger Rechtsanwalt vor allem auf Wirtschaftskriminalität und Prävention von Korruption. Seit fünf Jahren ist Buchert auch Ombudsmann der Deutschen Bahn.

Prüfung durch internen Ermittlungskreis
Rohrbach ist seit 1991 als Rechtsanwalt tätig. Der Fachanwalt für Arbeits- und Steuerrecht betreute für VW auch den Fonds für ehemalige Zwangsarbeiter. Wie VW weiter mitteilte, werden die Hinweise der Anwälte von einem internen Ermittlungskreis aus den Konzernbereichen Revision, Rechtswesen und Sicherheit geprüft.

In der Affäre um ein angebliches Netz von Tarnfirmen und mutmaßlich illegale Zuwendungen an der Konzern- Betriebsrat ermittelt die Braunschweiger Staatsanwaltschaft derzeit gegen mehrere Verdächtige. Ihnen wird Untreue und Betrug sowie Beihilfe dazu vorgeworfen. Unter den Beschuldigten sind neben dem früheren Skoda-Personalchef Helmuth Schuster auch Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert und das ehemalige Betriebsratsmitglied Klaus-Joachim Gebauer. Die Affäre kostete auch den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz sein Amt. (nz)