05. Jan 2006 22:00
Die Lufthansa könnte durchaus einen Anteil an der Wiener Konkurrenz AUA erwerben, meint deren Chef Sörensen - solange nur die Mehrheit in Österreich bleibt. Die Kölner halten das indes für abwegig.
einzuwenden. Eine Beteiligung des Kölner Konkurrenten sei für die AUA «von Vorteil», sagte deren Chef Vagn Sörensen der Illustrierten «News». «Wir könnten mit einer solchen Partnerschaft unter anderem unsere Krisenfestigkeit erhöhen und uns Investitionsspielräume und Zugang zu Kostenvorteilen durch Einkaufspooling (...) verschaffen.»Die Lufthansa wäre aber «theoretisch nicht der einzige strategische Allianzpartner», fügte Sörensen hinzu. Ginge es nach ihm bliebe die AUA ohnehin auch in Zukunft unter österreichischer Kontrolle.
Die Lufthansa hält die Avancen aus Wien ohnedies für abwegig. «Das ist kein Thema für uns», sagte eine Sprecherin. Das Unternehmen hatte schon in der Vergangenheit erklärt, dass durch die Star Alliance bereits Synergien mit der Wiener Konkurrenz genutzt würden und kräftig investieren werden müsste, ohne viele Vorteile zu haben. Bei der Schweizer Fluggesellschaft Swiss sei das anders gewesen.Im vergangenen Dezember hatte es Medienberichte über angebliche Pläne für den Kauf eines Anteils von zehn Prozent an der AUA durch Lufthansa gegeben. Die Wiener Zeitung «Die Presse» hatte überdies Mitte Dezember berichtet, die staatliche Österreichische Industrie-Holding, die knapp 40 Prozent der AUA-Aktien besitzt, lasse Zukunftsszenarien für die Gruppe prüfen. (nz)