netzeitung.deNürnberger AEG-Werk produziert wieder

 Herausgeber: netzeitung.de

Werkstor bei AEG in Nürnberg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Werkstor bei AEG in Nürnberg
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im von der Schließung bedrohten Nürnberger AEG-Werk haben die Beschäftigten die Arbeit wieder aufgenommen. Bis zu Verhandlungen über einen Sozialplan soll es keine Protestaktionen mehr geben.

Nach Protestaktionen und rund zweiwöchigen Weihnachtsferien hat die Produktion im AEG-Werk Nürnberg am Mittwoch wieder begonnen. Am Morgen seien etwa 800 Mitarbeiter regulär zur Frühschicht erschienen, sagte ein Firmen-Sprecher.

Auch in der Nachmittags- und Nachtschicht solle normal gearbeitet werden. Weitere Proteste seien zunächst nicht geplant. Verhandlungen über die Konditionen der geplanten Werksschließung zwischen Arbeitnehmervertretern und Geschäftsführung des AEG-Mutterkonzerns Electrolux würden Anfang kommender Woche in München beginnen, teilte der Sprecher mit.

Kostenargument angezweifelt
Mitte Dezember hatte der schwedische Electrolux-Konzern bekannt gegeben, das Nürnberger Werk mit seinen 1750 Beschäftigten bis Ende 2007 zu schließen. Die Produktion von Waschmaschinen und Geschirrspülern wird nach Polen verlagert. Dort entstehen derzeit zwei Fabriken.

Als Grund für die Aufgabe des Standortes Nürnberg gab der Konzern zu hohe Kosten an. Kritiker halten die Werksschließung aus wirtschaftlicher Sicht für unnötig. Sie sei in erster Linie strategisch gewollt.

Gewerkschaftsvertreter hatten argumentiert, das Werk könne durch einen strikten Sparkurs sowie Investitionen in neue Technologien konkurrenzfähig werden. Das Electrolux-Management habe sich aber für Angebote der Arbeitnehmerseite nicht interessiert, lautet der Vorwurf. (nz)