Deutsche-Bank-Aufsichtsrat hält zu Ackermann
21.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank bedauert, dass der Mannesmann-Prozess neu aufgerollt wird. Zugleich stellt sich das Gremium hinter Konzernchef Ackermann.
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH), die Freisprüche im Mannesmann-Prozess aufzuheben, stellt sich das Kontrollgremium der Deutschen Bank
hinter den Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann. Der Aufsichtsrat sprach ihm am Mittwoch erneut sein «uneingeschränktes Vertrauen» aus und dankte ihm für «die verantwortungsbewusste Haltung», mit er sich dem Verfahren bislang gestellt hat.
Der Aufsichtsrat drückte sein Bedauern darüber aus, dass die Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf nicht bestätigt wurde und das Verfahren neu aufgenommen wird. Ackermann setze sich trotz der Belastungen durch das Verfahren «unbeirrt und mit großem Erfolg» für die Interessen der Bank ein, lobte das Gremium. Aufsichtsratschef Rolf Breuer hatte zuvor allerdings in Medienberichten bereits über mögliche Nachfolger von Ackermann gesprochen.
Freisprüche aufgehobenDer BGH entschied am Mittwoch, dass Ackermann und die übrigen Angeklagten im Mannesmann-Prozess sich erneut vor Gericht erklären müssen. Der BGH sieht «den Tatbestand der Untreue verwirklicht». Sie hätten ihre Vermögensbetreuungspflicht verletzt und der Mannesmann AG einen Vermögensnachteil zugefügt, urteilte das Gericht. (nz)