netzeitung.deHuber gibt Nürnberger AEG-Werk auf

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Tor des Nürnberger AEG-Werks (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Tor des Nürnberger AEG-Werks
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

«Keine Rettung» lautet das Urteil von Bayerns Wirtschaftsminister Huber über das AEG-Stammwerk. Die übrigen 2000 Jobs der Electrolux- Tochter im Freistaat sollen aber gesichert werden.

Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) kann die Schließung des Nürnberger AEG-Werks nicht verhindern: Der Entschluss des schwedischen Mutterkonzerns Electrolux sei unumkehrbar, sagte Huber am Freitag nach Gesprächen mit Geschäftsführung und Betriebsrat. «Wir müssen uns damit abfinden, dass es keine Rettung für den Standort zu geben scheint», sagte der Minister.

Nun komme es darauf an, die Arbeitsplätze der 2000 Menschen zu sichern, die AEG in Rothenburg beschäftige, betonte Huber. Auch müsse die Deutschland-Zentrale in Nürnberg erhalten bleiben, wenn die Produktion Ende 2007 endgültig geschlossen werde.

Electrolux schlug Angebot aus
Durch die Schließung der Waschmaschinen- und Trocknerproduktion in Nürnberg sollen 1750 Arbeitsplätze wegfallen. Über die etwa 250 weiteren Stellen in der dortigen Verwaltung hatte sich Electrolux bislang nicht geäußert. Der Konzern will die Produktion in Länder mit geringeren Löhnen wie Polen und Italien verlagern.

Die Belegschaft in Nürnberg protestiert seit Monaten gegen die Schließung und für den Erhalt des Standorts. Auf das Angebot, kostenlose Mehrarbeit zu leisten, ging die Electrolux- Führung indes nicht ein: Nürnberg produziere mit Verlust und müsse deshalb geschlossen werden.

Aufruf zum Boykott erwogen
Die Belegschaft hatte bereits mehrfach aus Protest die Arbeit niedergelegt. Die IG Metall hat angekündigt, zur Urabstimmung über einen unbefristeten Streik aufrufen zu wollen. Zudem erwägt die Gewerkschaft, die Verbraucher zum Boykott von Electrolux- Artikeln aufzurufen. (nz)