Umweltverband verklagt Elektronik-Fachketten
05.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Media-Markt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Umweltexperten gehen gerichtlich gegen Saturn und Media Markt vor: Sie werfen den beiden Unternehmen vor, den Energieverbrauch ihrer Elektrogeräte nicht ordnungsgemäß auszuweisen.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gerichtliche Schritte gegen die beiden zum Metro-Konzern
gehörenden Elektronik-Fachmarktketten Saturn und Media Markt eingeleitet. Beide würden den Stromverbraucher ihrer Elektrogeräte nicht wie vorgeschrieben angeben. Der Umweltverband warf Saturn und Media Markt am Montag in Berlin vor, den hohen Energieverbrauch ihrer Elektrogeräte vor den Kunden systematisch zu verheimlichen.
Die beiden Ketten folgten streng dem Motto: «Geiz ist geil» und versuchten ihre Ware einzig über niedrige Preise zu vermarkten, kritisierte Verbands-Geschäftsführer Jürgen Resch. Doch die geringe Energie-Effizienz sei für die Kunden letztlich teuer. Kaufe der Verbraucher ein Strom sparendes Gerät könne er während der Laufdauer den Gegenwert des Geräts beim Strom einsparen, betonte Resch. Ein Kühlschrank oder ein Backofen laufe schließlich zehn bis 15 Jahre.
Abmahnung lässt beide kalt Doch die Informationen zum Energieverbrauch seien bei den Geräten von Saturn und Media Markt nicht «deutlich sichtbar und nicht verdeckt» ausgewiesen. Dies hätten Testbesuche der DUH ergeben, hieß es weiter. Zwar habe der Umweltverband die Unternehmen abgemahnt, allerdings wollten die beiden Ketten an ihrer Praxis weiter festhalten. Deshalb habe die DUH eine Unterlassungsklage beim Landgericht Berlin eingereicht. (nz)