29.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nutzer von Diensten des Erotikanbieters Beate Uhse müssen sich ab 2006 an neue Telefonnummern gewöhnen. Damit stellten sich Verwaltungsrichter auf die Seite der Bundesnetzagentur.
Auch das Erotik-Unternehmen Beate Uhse muss sich zum Jahreswechsel neue Telefonnummern für so genannte Mehrwertdienste zulegen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln und wies damit am Dienstag einen Eilantrag der Beate Uhse New Media ab. Das Unternehmen wollte die von ihm genutzten 0190-Nummern über das Jahr 2005 verlängern.
(AZ: 11 L 1879/05) Ein Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster ist möglich.
Die zuständige Bundesnetzagentur in Bonn sei nicht verpflichtet die Genehmigung zur Nutzung der Vorwahl zu verlängern, teilte das Gericht weiter mit. Die Richter begründeten ihre Ablehnung mit dem Hinweis, dass in den Zuteilungsregeln für die seit 1997 vergebenen 0190-Rufnummern von Anfang an eine Befristung vorgesehen gewesen sei. Die endete ursprünglich zum 31. Dezember 2003. Später wurde sie bis 31. Dezember 2005 verlängert.
Mehr Übersicht für VerbraucherMitte dieses Jahres hatte die Bonner Bundesnetzagentur die 0190-Nummern nicht verlängert. Stattdessen ist ab Jahresbeginn nur die Einspielung einer Bandansage mit Verweis auf die neue 0900-Rufnummer erlaubt. Das Erotik-Unternehmen aus Flensburg hatte argumentiert, die neue Vorwahl sei noch keine gleichwertige Alternative zur 0190.
Mit den neuen 0900-Nummern sollen Verbraucher sich eine bessere Übersicht über die teuren Mehrwertdienste verschaffen können. So steht die Nummer 0900-1 für Informationsdienste, die 3 für Unterhaltungsdienste und die 5 für sonstige Services wie Erotik-Angebote. (nz)