netzeitung.deDresdner Bank plant erneut Arbeitsplatzabbau

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Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Umbau der Dresdner Bank wird nicht ohne einen Stellenabbau über die Bühne gehen. Die Allianz ist mit der Ertragslage der Bank immer noch nicht zufrieden.

Die Dresdner Bank wird in den kommenden Jahren 2000 bis 3000 Arbeitsplätze abbauen. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtete am Freitag, dass der Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden soll.
Insgesamt habe die zum Allianz-Konzern
gehörende Großbank seit Beginn des Sparkurses im Jahr 2000 die Zahl der Beschäftigten schon um mehr als 5000 reduziert.

Vorstandsvorsitzender Herbert Walter hatte zuvor in einer Telefonkonferenz zum Thema Stellenstreichungen lediglich gesagt: «Ein Personalabbau ist möglich, aber noch nicht einschätzbar.» Die Zahl 2000 kursierte aber schon seit längerem durch die Presse.

Die Bank wolle die diesjährige Kostenbasis von gut fünf Milliarden Euro bis mindestens 2008 stabil halten, betonte Walter. Ende 2004 zählte die Bank 38.500 Beschäftigte, die sich rund 30.000 Stellen teilten. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verminderte die Dresdner Bank die Zahl der Vollzeitstellen um 966 auf 29.188.

Allianz unzufrieden
Der zusätzliche Stellenabbau in der Frankfurter Großbank ist Teil eines sogenannten Profitabilitäts- und Wachstumsprogramms, das der Aufsichtsrat am Donnerstag beschlossen habe. Das Programm unter dem Titel «Neue Dresdner Plus» sieht vor, die Eigenkapitalrendite bis 2008 auf zwölf Prozent nach Steuern zu steigern. Ende September betrug die Kennziffer 10,2 Prozent.

Die jüngsten Beschlüsse fallen vor dem Hintergrund, dass der Allianz-Vorstand mit der Ertragslage der Bank nicht zufrieden ist. Zwar stieg im dritten Quartal das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 26,7 Prozent auf 697 Millionen Euro. Die operativen Erlöse allerdings gingen um knapp zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zurück. Wir wachsen, aber dieses Wachstum wird noch von der Portfolio-Bereinigung verdeckt, sagte Dresdner-Chef Walter. (nz)