Roche muss Fragen zu Tamiflu beantworten
Roche betonte allerdings die Sicherheit des umsatzstarken Medikaments: weltweit seien bisher 11,6 Millionen Kinder mit Tamiflu behandelt worden.
Die EMEA möchte Informationen zu den Fällen psychischer Probleme nach der Einnahme von Tamiflu, inklusive der beiden am Montag kommunizierten Fälle von Selbsttötung in Japan. Bis dato sei kein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Tamiflu und psychischen Beschwerden wie Wahnvorstellungen oder Verhaltensstörungen festgestellt worden, so die Behörde weiter. Die Feststellung neuropsychatrischer Probleme während der Behandlung mit Tamiflu dürfte aber ohnehin schwierig werden, räumt die EMEA ein.
So nähmen Grippepatienten oft eine ganze Reihe verschiedener Medikamente gleichzeitig ein. Zudem führe die Kombination von Influenza mit hohem Fieber oft zu neuropsychatrischen Problemen. Dies gelte insbesondere für Kinder und ältere Menschen.
Roche-Aktien verloren am Donnerstag zeitweise mehr als drei Prozent an Wert und gingen mit einem Minus von 1,87 Prozent auf 188,50 Schweizer Franken aus dem Handel. (nz)

