Ergo will drastisch Stellen abbauen
16.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Firmenzentrale Hamburg-Mannheimer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei Ergo stehen offenbar weit mehr Arbeitsplätze auf dem Spiel als befürchtet. Bei den Töchtern könnten einem Bericht nach mehrere Tausend Beschäftigte entlassen werden.
Die Versicherungsgruppe Ergo plant offenbar drastische Personalkürzungen. In den kommenden zwei Jahren sollen 2000 bis 3000 Arbeitsplätze bei den Töchtern Hamburg-Mannheimer, Victoria, DKV und D.A.S. gestrichen werden. Das berichtete das «Handelsblatt» am Mittwoch unter Berufung auf Ergo-Aufsichtsratskreise.
Besonders hart trifft es dabei die Hamburg-Mannheimer: Dort sollen dem Bericht nach 1500 Stellen wegfallen. Wie es hieß, greife der Mutterkonzern von Ergo, die Münchener Rück
, hart durch, um die Ertragslage zu verbessern.
Kein Sparen ohne Stellenabbau Ein Sprecher von Ergo verwies zunächst auf das anvisierte Sparziel von 200 Millionen Euro. In den kommenden drei Jahren soll demnach eine dauerhafte Reduzierung der Kosten in dieser Größenordnung erzielt werden. «Das geht wahrscheinlich nicht ganz ohne Stellenabbau», konstatierte der Sprecher. Eine Zahl gebe es bislang nicht.
Das alte Sparprogramm, das bereits seit drei Jahren läuft, und auf eine Kostensenkung von rund 300 Millionen Euro abzielt, werde bis Ende des laufenden Jahres umgesetzt.
100 Stellen sind schon wegUnabhängig von den geplanten Einsparungen, werde bei der Hamburg-Mannheimer die Vertriebsstruktur umgebaut, betonte der Sprecher. So sollen die Vertriebsstellen um zwei Drittel auf nur noch 500 Stellen gekürzt werden. Den betroffenen Beschäftigten werde angeboten, sich selbstständig zu machen und als so genannte Ausschließlichkeitsvermittler weiter für die Hamburg-Mannheimer tätig zu sein. Ergo beschäftigte Ende Juni europaweit fast 30.000 Mitarbeiter und gut 22.000 selbständige Vertreter. (nz)