02. Nov 2005 08:57
Die Schließung des Nürnberger AEG-Stammwerks wird noch einmal überdacht. Die Mutter Electrolux will zudem den Standort Rothenburg zum Kompetenzzentrum ausbauen.
Der schwedische Electrolux-Konzern hat dem AEG Stammwerk in Nürnberg Zukunftsperspektiven signalisiert. Wie «Die Welt» berichtete, wollen die Schweden ihre Schließungspläne noch einmal überprüfen. Spürbare Einschnitte werde es aber in jedem Fall geben, hieß es. Die endgültige Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen.«Wir wollen das Nürnberger AEG-Stammwerk noch nicht aufgeben, sondern arbeiten mit Hochdruck an Lösungsmöglichkeiten, so dass es nicht zu einer kompletten Schließung kommen muss», sagte Europa-Produktionsvorstand Horst Winkler dem Blatt. Es gehe bei den laufenden Gesprächen im Wirtschaftsausschuss um ein Gesamtpaket. «Dazu müssen noch einmal alle denkbaren Möglichkeiten auf den Tisch», betonte Winkler.
Das Rothenburger AEG-Werk wird Winkler zufolge mit 1200 Mitarbeitern zu einem «Kompetenzzentrum» ausgebaut. AEG bleibe die Premium-Marke im Electrolux-Konzern, «in die wir weiter investieren», sagte Winkler weiter.Die IG Metall hatte zuletzt kaum noch Überlebenschancen für das über 80 Jahre alte Nürnberger Werk mit 1750 Beschäftigten gesehen. Die Arbeitnehmer hatten Zugeständnisse von 15 Millionen Euro angeboten, um das Werk zu retten. Nach Ansicht der Unternehmensleitung ist das jedoch viel zu wenig. Im Nürnberger Stammwerk werden Waschmaschinen und Geschrirrspüler produziert. (nz)