28.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Firmenzentrale der Hamburg-Mannheimer
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Hamburg-Mannheimer denkt offenbar darüber nach, zusätzlich rund 1000 Stellen zu streichen. Davon wären Vertrieb und Innendienst betroffen.
Die Hamburg Mannheimer steht einem Bericht von «Capital» zufolge vor einem großen Stellenabbau. In den kommenden zwei Jahren sollen 1000 Jobs bei Vertriebsmitarbeitern und im Innendienst gestrichen werden, hieß es unter Berufung auf ein Papier des Betriebsrats. Eine Unternehmenssprecherin sagte am Freitag, es handele sich lediglich um einen Planungsstand.
Dem Bericht zufolge soll der Vertrieb der Hamburg-Mannheimer- Stammorganisation und der deutschen Anwalt- und Notarversicherung zum Hamburg-Mannheimer Zielgruppengeschäft zusammengelegt werden. Die Zahl ihrer Standorte solle von 19 auf zehn verringert werden. Die Zahl der Mitarbeiter sinke damit von rund 1400 auf gut 450 auf Vollzeitbasis umgerechnete Stellen. Zusammen mit den bereits angekündigten Personalkürzungen in der Hauptverwaltung seien insgesamt 1500 Mitarbeiter betroffen, wird der Gesamtbetriebsrat zitiert.
Kritik vom Betriebsrat«Es geht in unserem langfristigen Programm darum, dass die Hamburg-Mannheimer in Zukunft auf den selbstständigen Außendienst setzen möchte wie es die gesamte Branche tut», sagte ein Unternehmenssprecher dem Magazin. Dagegen hieß es in dem Papier des Betriebsrats: «Wir sind der Auffassung, dass diese Planungen nicht ohne nachhaltige Schädigung der Zukunftschancen der Hamburg-Mannheimer und nicht ohne erhebliche soziale Härten umsetzbar sind.»
Die Hamburg-Mannheimer gehört der Ergo-Gruppe. An dieser ist die Münchener Rück
mit 93,7 Prozent beteiligt. Fünf Prozent der Anteile gehören der HypoVereinsbank
. Zur Ergo gehören auch Victoria, DKV Deutsche Krankenversicherung, D.A.S und KarstadtQuelle- Versicherungen. (nz)