netzeitung.deElectrolux will erneut über AEG verhandeln

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AEG-Werk in Nürnberg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe AEG-Werk in Nürnberg
Foto: dpa
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Die AEG-Mitarbeiter in Nürnberg können weiterhin hoffen. Der Mutterkonzern Electrolux will «noch einmal jeden Stein umdrehen» und versuchen, das Werk zu erhalten.

Der Protest der Mitarbeiter von AEG in Nürnberg hat offenbar Wirkung gezeigt. Der schwedische Mutterkonzern Elektrolux will erneut mit dem Betriebsrat und der IG Metall über Möglichkeiten zum Erhalt des Werkes verhandeln. Dabei sollten weitere Einsparungsmöglichkeiten erörtert werden, sagte ein Elektrolux-Sprecher am Montag.

Der Mutterkonzern prüft die Schließung des AEG-Stammwerks mit 1750 Beschäftigten. Die Fertigung von Waschmaschinen und Geschirrspülern soll aus Kostengründen nach Polen verlagert werden. Der Markt für Haushaltsgeräte ist von enormem Preisdruck geprägt.

Zugeständnisse reichen nicht
Um das Nürnberger Werk zu erhalten, hatten die Arbeitnehmer Zugeständnisse im Volumen von 15 Millionen Euro angeboten. «Das ist aber noch nicht einmal die Hälfte dessen, was notwendig wäre, um den Standort zukunftssicher zu machen», sagte AEG-Sprecher Michael Eichel. Dennoch habe sich Electrolux entschlossen, «noch einmal jeden Stein umzudrehen».

Am 5. Oktober hatte die Belegschaft das Werk aus Protest 24 Stunden lang blockiert. Die IG Metall hatte eine Eskalation der Auseinandersetzung für den Fall angekündigt, dass das Werk geschlossen wird. Electrolux hatte daraufhin die ursprünglich bereits für 24. Oktober im Aufsichtsrat geplante Entscheidung vertagt und sich zu neuerlichen Gesprächen bereit erklärt. (nz)