12.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Waschtrommelproduktion bei AEG in Nürnberg
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Um das von der Schließung bedrohte AEG-Werk in Nürnberg wird wieder verhandelt. Eine Produktionsverlagerung ist allerdings noch nicht vom Tisch.
Für das von Schließung bedrohte Nürnberger AEG- Hausgerätewerk besteht wieder Grund zur Hoffnung. Nach Angaben der IG Metall hat der schwedische Mutterkonzern Electrolux Verhandlungsbereitschaft signalisiert. In der kommenden Woche sollen mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat Gespräche über den Standort stattfinden, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in Nürnberg mit.
Bei den Beratungen, die am 17. Oktober bei einer Wirtschaftsausschuss-Sitzung beginnen, werde sich zeigen, ob die Schließung vom Tisch sei. Über Einzelheiten will die Gewerkschaft am Donnerstag auf einer Pressekonferenz informieren.
Drohung mit KaufboykottDie rund 2000 AEG-Mitarbeiter hatten vergangene Woche mit einer 24- stündigen Blockade des Werks gegen die Schließungspläne protestiert. Dabei hatte IG- Metall-Vize Berthold Huber auch zu einem Kaufboykott von Electrolux-Produkten aufgerufen, sollte die Konzernleitung bei ihren Schließungsplänen bleiben.
Im Juni hatte Electrolux-Chef Hans Straberg angekündigt, den Nürnberger Standort aus Kostengründen zu schließen und die Produktion nach Polen zu verlagern. In Nürnberg wurden zuletzt 1,2 Millionen Waschmaschinen und Geschirrspüler hergestellt. (nz)