netzeitung.deT-Mobile beschert Telekom Gewinnsprung

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Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Telekom hat dank ihrer starken Mobilfunktochter deutlich mehr verdient. Zu Spekulationen über eine Übernahme des britischen Mobilfunkbetreibers O2 wollte sich Konzernchef Ricke nicht äußern.

Die Deutsche Telekom
hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnsprung verbucht und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte, lag der Konzernüberschuss bei 943 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 577 Millionen Euro ausgewiesen.

Unterm Strich erzielte das Unternehmen ein Gewinnwachstum von 61,5 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 2,6 Prozent im Jahresvergleich auf 14,7 Milliarden Euro. Die Zahlen lagen damit über den Erwartungen der Experten.

Prognose bestätigt
Besonders erfreulich entwickelte sich die Mobilfunktochter T-Mobile, die mit drei Prozent zum Konzernumsatz beitrug. T-Mobile steigerte im abgelaufenen Quartal die Zahl der Mobilfunkkunden weltweit um mehr als 1,9 Millionen auf über 80 Millionen, wobei vor allem die Töchter in Deutschland und den USA deutlich zulegten.

In Deutschland gewann T-Mobile nach Angaben der Telekom 623.000 neue Kunden und in den Vereinigten Staaten 972.000 Kunden. Die Zahl der DSL-Kunden wuchs um 367.000 auf 6,7 Millionen. Das operative Ergebnis im Bereich Mobilfunk stieg um mehr als 16 Prozent.

Telering bleibt Ausnahme
Am Mittwoch hatte der Konzern die Übernahme des österreichischen Mobilfunkbetreibers Telering für 1,3 Milliarden Euro bekannt gegeben. Der Erwerb der österreichischen Gesellschaft solle nicht als Hinweis drauf verstanden werden, «dass wir unsere außerordentlich disziplinierte Akquisitionspolitik geändert hätten», sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke. Wenn sich Möglichkeiten böten, würden diese aber geprüft.

Ricke äußerte sich nicht zu Spekulationen, wonach das Unternehmen eine Übernahme des britischen Mobilfunkbetreibers O2 erwäge. Er räumte jedoch ein, dass der britische Markt mit fünf Anbietern überbesetzt ist. «Das bedeutet aber nicht, dass wir als Konsolidierer unterwegs sind», betonte der Konzernchef.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern stieg im ersten Halbjahr von 1,8 auf 3,4 Milliarden Euro. Diese positive Entwicklung sei vor allem auf ein verbessertes Finanzergebnis und den Wegfall von Abschreibungen auf Mobilfunklizenzen in den USA zurückzuführen. Ricke rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem operativen Gewinn zwischen 20,7 bis 21 Milliarden Euro. (nz)