netzeitung.deT-Online beim DSL-Neugeschäft auf Platz drei

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T-Online-Chef Rainer Beaujean (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe T-Online-Chef Rainer Beaujean
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Telekom-Tochter T-Online rangiert gemessen an der Zahl der Neukunden im zweiten Quartal nur noch auf dem dritten Platz. Arcor und United Internet haben beim Kundenstamm deutlich aufgeholt.

Der Internetanbieter T-Online
ist im zweiten Quartal beim Geschäft mit schnellen Internetzugängen hinter die Konkurrenz zurückgefallen und rangiert bei der Zahl der Neukunden nur auf Platz drei. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins «Capital» verzeichnete die Vodafone-Tochter Arcor mit 200.000 neuen Verträgen den größten Zuwachs in den Monaten April bis Juni. Im ersten Quartal hatte der zweitgrößte Telefonanbieter Deutschlands dank einer massiven Werbekampagne 154.000 DSL-Kunden hinzugewonnen.

United Internet

hat indes im abgelaufenen Quartal etwas weniger als 200.000 neue Nutzer für seine schnelle Internetverbindung gewonnen, verlautete am Mittwoch aus Branchenkreisen, wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch berichtete.

T-Online, eine Tochter der Deutschen Telekom

, wird damit sein Ziel verfehlen, mindestens jeden zweiten DSL-Neukunden unter Vertrag zu nehmen: T-Online-Chef Rainer Beaujean hatte bereits eingeräumt, dass sein Unternehmen im zweiten Quartal nur rund 180.000 neue DSL-Nutzer verzeichnet hatte.
T-Online will Preise weiter senken
Mit einer Preisoffensive will Beaujean nun den Anteil am Neukundengeschäft steigern. Der Marktführer senkte kürzlich seine DSL-Tarife und startete eine breitere Vermarktung von Internet-Telefonie, um den Druck auf seine Konkurrenten zu erhöhen. Beaujean zeigte sich offen für weitere Preissenkungen: «Der Preiskampf ist alles andere als vorbei.»

Auf dem deutschen DSL-Markt herrscht ein harter Wettbewerb, der vor allem über den Preis ausgetragen wird. Zudem verfolgen auch kleiner Telefonanbieter ehrgeizige Pläne auf den deutschen Markt. Deutliche Zugewinne verspricht sich beispielsweise Versatel. «Deutschland ist Schlusslicht in Europa und daher ein großer Wachstumsmarkt», sagte Andreas Heinze, Chef von Versatel Deutschland, sagte Heinze dpa-AFX. «Wir wollen uns einen entsprechenden Marktanteil sichern.» Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen seine DSL-Kundenzahl um 37.000 auf 177.000. (nz)