29.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Parmalat-Produkte im Supermarkt
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mitarbeiter von sechs Banken sollen die finanzielle Lage des insolventen Milchkonzers Parmalat verschleiert und sich der Marktmanipulation schuldig gemacht haben. Auch Manager der Deutschen Bank sollen deshalb angeklagt werden.
Manager der Deutschen Bank
sowie anderer Großbanken sollen sich im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit des italienischen Milchkonzerns Parmalat vor Gericht verantworten. Die Mailander Staatsanwaltschaft forderte am Freitag die Eröffnung eines Strafverfahrens unter anderem gegen die Deutsche Bank, die Schweizer UBS und die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley. Insgesamt sollen laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa 13 Mitarbeiter von sechs Banken betroffen sein.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Marktmanipulation: Wider besseres Wissen sollen die Beschuldigten falsche Informationen über die wahre finanzielle Lage bei Parmalat verbreitet haben. Die Parmalat-Pleite war einer der größten Finanzskandale in der italienischen Wirtschaft. Die Verschuldung des weltweit operierenden Milchkonzerns wird auf mehr als 14 Milliarden Euro geschätzt. (nz)