23.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt am Main.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ermittler haben Geschäftsräume der Commerzbank durchsucht. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter werden der Geldwäsche verdächtigt.
In einem Verfahren wegen des Verdachts internationaler Geldwäsche sind Geschäftsräume der Commerzbank
und zehn weitere Objekte durchsucht worden. Das sei bereits am vergangenen Dienstag und Mittwoch geschehen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Sonnabend. Außerdem seien Unterlagen sichergestellt worden. Es gehe um größere Summen, so die Sprecherin ohne konkretere Angaben zu machen.
Nach Angaben der Commerzbank werden fünf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Geldwäsche verdächtigt.Bei den Ermittlungen, die bereits im vergangenen Jahr aufgenommen wurden, geht es nach Angaben der Staatsanwaltschaft um veruntreute Gelder aus dem Verkauf russischer Telekommunikations-Gesellschaften. Über eine Gesellschaft in Frankfurt seien diese Gelder jahrelang gewaschen und ins Ausland weitergeschleust worden. Dabei soll ein Fonds-System zur Tarnung aufgebaut worden sein. Bei der Commerzbank habe es Konten gegeben. «Es ist ein kompliziertes Firmengeflecht», sagte die Sprecherin.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es insgesamt sieben Beschuldigte. Unter ihnen sei der Geschäftsführer der Frankfurter Firma. Auch in der Schweiz habe es Durchsuchungen gegeben.(nz)