VW: neue Sparpläne - keine Werksschließungen: 

netzeitung.deVW plant derzeit keine Werksschließung

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VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch (Foto: VW<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch
Foto: VW
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Volkswagen-Finanzvorstand Pötsch hält an seinen Renditezielen fest, der Konzern wird sie kurzfristig aber nicht erreichen. Einsparungen und bessere Verkaufserlöse sollen das Unternehmen aus der Krise führen. Thema: Schmiergeld-Affäre bei VW Peters will Hartz-Nachfolger «zeitnah» finden Hartz erhält keine Abfindung von VW Dokumentation: Der VW-Aufsichtsrat zum Rücktritt von Peter Hartz Chronologie: Schmiergeld-Affäre bei VW VW-Betriebsräte reisten mit Gattin Streit um Arbeitsdirektor auch bei RWE Wulff will VW-Aufsichtsrat überprüfen IG-Metall-Chef schließt externen Hartz-Nachfolger nicht aus Millionenforderung aus Indien an VW Schuster will aus VW-Skandal Kapital schlagen Hartz-Nachfolger soll von außen kommen

Derzeit will der Volkswagen-Konzern
an allen seinen Standorten festhalten: «Zu diesem Zeitpunkt wollen wir kein einziges unserer Werke schließen», sagte VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz mit Analysten. Er trat damit Befürchtungen insbesondere von Arbeitnehmer im Brüsseler VW-Werk entgegen, ihr Standort könne geschlossen werden, um das Stammwerk in Wolfburg besser auszulasten. Der Konzern leidet unter Überkapazitäten.

Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch bekräftigte die Renditevorgabe des Unternehmens von neun Prozent. Das Ziel sei aber nur mittelfristig zu erreichen, räumte er ein. Zuletzt hatte der Wert nicht einmal zwei Prozent erreicht. Pötsch kündigte indes an, jedem Geschäftsbereich Minimalziele für die Rendite vorzugeben. «Sollten diese Ziele nicht kurzfristig erreicht werden, müssen wir über andere Optionen nachdenken.» Pötsch ließ allerdings die Höhe der Minimalvorgabe ebenso offen wie er Handlungsalternativen schwieg.

«Formotion» läuft mit «Plus» weiter
Die Volkswagen-Kernmarke VW war zuletzt in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Bernd Pischetsrieder, der die Verantwortung für sie an Bernhard abgab, setzt auf den früher für DaimlerChrysler
tätigen Manager, um die Wende zu schaffen. Helfen soll dabei die Fortschreibung des auslaufenden Sparprogramms unter dem Namen «Formotion Plus». Markenvorstand Bernhard, der sich zuvor in einem Interview generell über seine Absichten geäußert hatte, hielt sich mit Details auch auf der Analystenkonferenz bedeckt.

Fest stand, dass Bernhard allein bei der Markengruppe VW Verbesserungen im Volumen von sieben Milliarden Euro erreichen muss, damit die Pischetsrieder-Vorgabe, den Nettogewinn des Konzerns bis 2008 um vier Milliarden Euro zu steigern, erfüllt kann. Gut zwei Milliarden will der neue Manager durch Verbesserung in Vertrieb und Verkauf zusätzlich erlösen. Fünf Milliarden sollen eingespart werden, darunter allein drei Milliarden beim Material und ein Milliarde beim Personal.

Manager sollen nach Qualität bezahlt werden
Einen weiteren Beitrag soll die Halbierung der Ausgaben für Gewährleistungsansprüche der Kunden erbringen. Bernhard will die Qualität insgesamt wieder steigern, nachdem VW in den letzten Jahren in Vergleichstest nicht hatte überzeugen können. Dazu soll unter anderem die Vergütung führender Manager an die Qualität der Autos gekoppelt werden: Bernhard kündigte an, sie würden keine Zusatzzahlung erhalten, sollten die dreijährigen Qualitätsvorgaben unerfüllt bleiben. (nz)