netzeitung.dePeters will Hartz-Nachfolger «zeitnah» finden

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Jürgen Peters (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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IG-Metall-Chef Peters will «keine Namen nennen». Über einen Nachfolger von Peter Hartz als VW-Arbeitsdirektor soll sich aber rasch geeinigt werden - auch mit Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Thema: Schmiergeld-Affäre bei VW Hartz erhält keine Abfindung von VW Dokumentation: Der VW-Aufsichtsrat zum Rücktritt von Peter Hartz Chronologie: Schmiergeld-Affäre bei VW VW-Betriebsräte reisten mit Gattin Wulff will VW-Aufsichtsrat überprüfen Streit um Arbeitsdirektor auch bei RWE IG-Metall-Chef schließt externen Hartz-Nachfolger nicht aus Millionenforderung aus Indien an VW Schuster will aus VW-Skandal Kapital schlagen Hartz-Nachfolger soll von außen kommen Experte fordert Piech zum Rücktritt auf

Der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns
hat noch keine Vorschläge für eine Neubesetzung des Personalvorstands. «Wir wollen in Ruhe, aber zeitnah zu einer Einigung kommen», sagte der Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, am Mittwoch in Wolfsburg. Zuvor hatte das Präsidium einstimmig ein Rücktrittsgesuch des bisherigen Arbeitsdirektors Peter Hartz gebilligt. Peters gehört der vierköpfigen Spitze des Kontrollgremiums an.

«Wir haben uns verständigt, keine Namen zu nennen», sagte Peters weiter. Neben ihm sitzen Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Pischetsrieder, der neue Betriebsratschef Bernd Osterloh und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) als Vertreter des größten Einzelaktionärs in dem Gremium. Laut Peters wird es jetzt Gespräche im kleinen Kreis geben – auch zwischen ihm und Wulff.

Nachfolge-Kompromiss gesucht
Sowohl Peters als auch der Ministerpräsident, der sich zuvor vor Journalisten geäußert hatte, schwiegen darüber, ob der Hartz-Nachfolger inner- oder außerhalb des Unternehmens gesucht werden soll. Die Gewerkschaft, die traditionell ein Vorschlagsrecht für den Posten geltend macht, bevorzugt offenbar einen Kandidaten aus dem Unternehmen. In Medienberichten wurden aber weder Horst Neumann, Personalchef bei der Konzerntochter Audi, als auch Josef-Fidelis Sinn, Verhandlungsführer der IG Metall in der jüngsten Tarifrunde, große Chancen eingeräumt. Peters selbst hatte am Vorabend einen externen Nachfolger nicht ausgeschlossen.

Für den setzt sich offenbar vehement Ministerpräsident Wulff ein. Es verspricht sich davon, den traditionell starken Einfluss der Gewerkschaft bei Volkswagen zu schmälern. Bislang gibt es keine Spekulationen darüber, wen er bevorzugen würde. Aus seinem Umfeld wurde aber bereits gestreut, dass er sich angesichts des Schmiergeld-Skandals nur jemanden vorstellen könnte, der sowohl der Arbeitnehmerorganisation als auch Peter Hartz fern stehe. Peters gab am Mittwoch Hinweise, wie ein Kompromisskandidat beschaffen sein müsse: Er müsse Erfahrungen mit der Personalarbeit in einem Konzernvorstand haben, aber auch mit Vertretern der Belegschaft umgehen können, sagte der IG-Metall-Chef. (nz)