netzeitung.deHartz erhält keine Abfindung von VW

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VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz (l.) und Konzernchef Bernd Pischetsrieder (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz (l.) und Konzernchef Bernd Pischetsrieder
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Wie erwartet hat der VW-Aufsichtsrat nichts gegen den von Peter Hartz gewünschten Rücktritt. Ein Nachfolger für den Arbeitsdirektor ist noch nicht gefunden. Thema: Schmiergeld-Affäre bei VW VW-Betriebsräte reisten mit Gattin Wulff will VW-Aufsichtsrat überprüfen IG-Metall-Chef schließt externen Hartz-Nachfolger nicht aus Millionenforderung aus Indien an VW Schuster will aus VW-Skandal Kapital schlagen Hartz-Nachfolger soll von außen kommen Experte fordert Piech zum Rücktritt auf «Zweifelhafte Positionen» in VW-Rechnungen VW-Betriebsrat will «gläserne Kasse» Hartz will bei VW zurücktreten

Die Spitze des VW-Aufsichtsrats wird dem Kontrollgremium empfehlen, das Rücktrittsgesuch von Arbeitsdirektor Peter Hartz anzunehmen. Das sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Mittwoch in Wolfsburg nach einer Sitzung des Präsidialausschusses. Er gehört dem Gremium als Vertreter des Landes als größter Einzelaktionär des Volkswagen-Konzerns
an.

Die Entscheidung sei einstimmig gefallen. Hartz werde keine Abfindung erhalten, sagte Wulff. Ein Nachfolger sei noch nicht gefunden. Bis eine neuer Arbeitsdirektor ernannt wird, werde Konzernchef Bernd Pischetsrieder die Aufgaben mit übernehmen.

Nichts über Zeitplan bekannt
Hartz hatte am vergangenen Freitag gebeten, von seinem Posten entbunden zu werden. Zuvor war er in der Schmiergeld-Affäre unter Druck geraten: In Medienberichten hieß es, der Personalvorstand habe davon gewusst, dass die Verwendung der Betriebsratsmittel nicht überprüft worden sei. Hartz hat alle Vorwürfe von sich gewiesen. Offizielle Ermittlungen gegen ihn gibt es nicht.

Es ist zu erwarten, dass der gesamte Aufsichtsrat der Empfehlung des Präsidiums folgen wird. Bei der Suche nach einem Hartz-Nachfolger konzentriert sich das Unternehmen offenbar auf einen externen Kandidaten. Alle als Nachfolger innerhalb des Unternehmens genannten möglichen Bewerber gelten den Arbeitsgebervertretern im Aufsichtsrat als zu gewerkschaftsnah. Zunächst wurde nicht bekannt, ob sich das Kontrollgremium einen Zeitpunkt für die Nachfolgeregelung gesetzt hat.

Zwölf Jahre im Vorstand
Hartz ist seit 1993 als Vorstandsmitglied für Personal und Soziales beim Autokonzern verantwortlich. Unter seiner Führung setzte VW wichtige tarifpolitische Neuerungen um. So wurden etwa durch die Einführung der Vier-Tage-Woche drohende Massenentlassungen vermieden. Auch das Tarifmodell «5000 mal 5000» gilt als Erfindung des scheidenden Arbeitsdirektors.

Darüber hinaus war Hartz als Berater der Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) tätig. Die von Schröder eingeleiteten Arbeitsmarktreformen tragen seinen Namen. (nz)