Proteste gegen AEG-Werksschließung
12.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die IG Metall werde zusammen mit den Europäischen Metallgewerkschaften alles unternehmen, um zu verhindern, dass die europäischen Standorte von der schwedischen Konzernspitze gegeneinander ausgespielt werden, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft, Berthold Huber, in Frankfurt am Main. Um allen Werken eine Überlebenschance zu geben, müssten die Gerätereihen und jährlichen Stückzahlen fair verteilt werden, verlangte er.
Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte Anfang Juni eine eingehende Prüfung des Nürnberger Standorts angekündigt. Dabei wollte Konzernchef Hans Straberg eine komplette Schließung des Werkes nicht ausschließen. Die Produktion könnte wegen der hohen Kosten nach Osteuropa verlagert werden. In Nürnberg beschäftigt das Unternehmen 1750 Menschen.
Am Montag hatte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) mit Straberg in Stockholm über die Zukunft des Werkes gesprochen. Einzelheiten wurden nicht genannt. Es hieß lediglich, das Gespräch sei offen gewesen und solle fortgeführt werden. (nz)

