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Proteste gegen AEG-Werksschließung

12. Jul 2005 17:41
AEG-Mitarbeiter protestieren in Nürnberg
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Zahlreiche AEG-Beschäftigte haben gegen die Schließung des Nürnberger Werkes protestiert. Die IG Metall fordert vom schwedischen Mutterkonzern, in die Zukunft des Standorts zu investieren.

In Deutschland und Italien haben mehrere Tausend Mitarbeiter des schwedischen Konzerns Electrolux gegen dessen Umstrukturierungspläne demonstriert. IG Metall und Belegschaft fordern eine Standortgarantie für das von der Schließung bedrohte AEG-Hausgeräte-Werk. Ein «Sterben auf Raten» wolle man nicht finanzieren, sagte Betriebsratschef Harald Dix am Dienstag auf einer Kundgebung in Nürnberg.

Die IG Metall werde zusammen mit den Europäischen Metallgewerkschaften alles unternehmen, um zu verhindern, dass die europäischen Standorte von der schwedischen Konzernspitze gegeneinander ausgespielt werden, sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft, Berthold Huber, in Frankfurt am Main. Um allen Werken eine Überlebenschance zu geben, müssten die Gerätereihen und jährlichen Stückzahlen fair verteilt werden, verlangte er.

Proteste auf europäischer Ebene

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Die IG Metall sei bereit, gemeinsam konstruktive Lösungen zu finden. Allerdings müsse der in Stockholm ansässige Konzern zuvor ein tragfähiges Konzept präsentieren, betonte Huber. Statt den Beschäftigten immer neue Opfer abzuverlangen, solle der Konzern das Nürnberger Werk mit innovativen Produkten und einer optimierten Produktion wettbewerbstauglich halten, forderte der IG-Metall-Vize. Die Gewerkschaften kündigten im Herbst weitere Proteste in verschiedenen europäischen Ländern an.

Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte Anfang Juni eine eingehende Prüfung des Nürnberger Standorts angekündigt. Dabei wollte Konzernchef Hans Straberg eine komplette Schließung des Werkes nicht ausschließen. Die Produktion könnte wegen der hohen Kosten nach Osteuropa verlagert werden. In Nürnberg beschäftigt das Unternehmen 1750 Menschen.

Am Montag hatte Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) mit Straberg in Stockholm über die Zukunft des Werkes gesprochen. Einzelheiten wurden nicht genannt. Es hieß lediglich, das Gespräch sei offen gewesen und solle fortgeführt werden. (nz)

 
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