netzeitung.deClement will AEG-Werk retten

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Bundeswirtschaftsminister Clement will mit dem schwedischen Electrolux-Konzern über den Erhalt des AEG-Werkes Nürnberg reden. Bei Schließung des Werkes würden 1750 Jobs wegfallen.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) und der Chef des Electrolux-Konzerns, Hans Straberg, werden am Montag über die Zukunft des Nürnberger Waschmaschinen- und Geschirrspülerwerkes der Electrolux-Tochter AEG Hausgeräte verhandeln. Einen entsprechenden Bericht der «Süddeutschen Zeitung» bestätigte am Freitag in München eine Sprecherin des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Danach reist Clement gemeinsam mit Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner (CSU) nach Stockholm.
Senkung der Produktionskosten
Clement und Spitzner wollen ausloten, wie das AEG-Stammwerk und zumindest ein großer Teil der dort gefährdeten 1750 Arbeitsplätze gerettet werden können. Wie die «SZ» berichte, hat sich Electrolux-Chef Straberg ausdrücklich offen für ein Gespräch mit Clement gezeigt. Voraussetzung für den Erhalt des Standortes sei die drastische Senkung der Produktionskosten. Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) geht nach den Worten seiner Sprecherin «davon aus, dass das letzte Wort über eine Schließung des Nürnberger Werks noch nicht gesprochen ist».

Straberg hatte zuvor betont, eine Standortschließung sei nur das letzte Mittel. Der Aufsichtsrat des weltgrößten Herstellers von Haushaltsgeräten hatte im Juni das deutsche Management beauftragt, eine Schließung des Nürnberger AEG-Werkes zu überprüfen. Grund ist der Preisverfall von durchschnittlich 15 Prozent bei Waschmaschinen. Außerdem sind die Kosten in dem Werk deutlich höher als in Osteuropa. (nz)