01. Jul 2005 18:48
In dem seit Jahren schwebenden Kartellverfahren gegen den Software-Hersteller Microsoft gibt es eine weitere Einigung: IBM erhält eine Entschädigung in Millionenhöhe, weil Microsoft überteuerte Lizenzgebühren verlangt hat.
Die US-Konzerne Microsoft und IBM haben einen seit Mitte der 90er Jahre schwelenden Kartellstreit beigelegt. Microsoft zahlt dazu 775 Millionen Dollar in bar an IBM, teilten beide Unternehmen am Freitag übereinstimmend mit. Außerdem soll IBM eine Gutschrift für Microsoft-Software im Wert von 75 Millionen Dollar erhalten.Die Einigung ist ein Ergebnis des in den 90er Jahren vom US-Justizministerium eingeleiteten Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft. Damals hatte der amtierende Richter Thomas Penfield Jackson bestätigt, dass IBM von Microsoft in dessen Preispolitik benachteiligt worden sei. IBM soll unter anderem überhöhte Preise für Microsofts Betriebssysteme gezahlt haben. Mit dem Vergleich wollen die Konzerne alle gegenseitigen Ansprüche beilegen.
Der Vergleich steht in einer ganzen Reihe von Einigungen, die Microsoft mit der Zahlung zum Teil hoher Summen abgeschlossen hat. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft einen Streit mit seinem Konkurrenten Sun Microsystems mit der Zahlung von rund 1,6 Milliarden Dollar beigelegt. Im März erhielt das Unternehmen Burst.com insgesamt 60 Millionen Dollar für die Beendigung eines Patentstreits. Und im vergangenen April erstritt der Computerhersteller Gateway in einem ähnlichen Streit wie dem jüngsten die Zahlung von 150 Millionen Dollar. (nz)