Das US-Gericht beschuldigte die beiden Spitzenmanager zudem, den Aktienkurs des Konzerns mit falschen Angaben manipuliert und in die Höhe getrieben zu haben. Durch den Verkauf der Aktien hätten die beiden einen Gewinn von 430 Millionen Dollar kassiert. Der Vorwurf der Verschwörung bezieht sich auf Bonuszahlungen in Millionenhöhe, die sich die beiden in der Zeit von 1999 bis 2001 gegenseitig ausbezahlt haben – ohne das Wissen des zuständigen Boards. Zudem hatten Kozlowski und Swartz Unternehmenskredite in Anspruch genommen, die sie niemals zurückzahlten.
Vor drei Jahren wurden die Bilanzfälschungen und Betrügereien bei Tyco aufgedeckt. Besonders Kozlowski hatte sich dabei ausgiebig aus der Firmenkasse bedient: So richtete er auf Betriebskosten nicht nur eine Party für seine Frau für eine Million Dollar aus. Er leistete sich Schmuck im Wert von 72.000 Dollar und kaufte sich einen 6000 Dollar teuren Duschvorhang.(nz)