08. Jun 2005 15:35
Die Gewerkschaft hat den schwedischen Mutterkonzern von AEG scharf kritisiert: Electrolux habe durch falsche Entscheidungen wichtige Innovationen versäumt.
Angesichts der drohenden Schließung des AEG-Werks in Nürnberg hat die IG Metall schwere Vorwürfe gegen den schwedischen Konzern Electrolux erhoben. Das Management hätte schon vor zwei bis drei Jahren Innovationen auf den Weg bringen müssen, um das Werk wettbewerbsfähig zu machen, sagte der Chef der IG Metall Nürnberg, Gerd Lobodda, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Unternehmensführung habe damals Entscheidungen über Folgeinvestitionen versäumt. Wegen hohen Kosten und einer geringen Auslastung erwägt Electrolux die Schließung des Nürnberger AEG-Werks mit etwa 1750 Beschäftigten. Nach Aussage von AEG-Betriebsratschef Harald Dix sind die Beschäftigten bereit, einen Beitrag zum Erhalt ihrer Jobs zu leisten. Allerdings verlangten sie dafür eine Beschäftigungsgarantie von mindestens fünf Jahren. Am Donnerstag soll vor dem Nürnberger Werk gegen die drohende Betriebsschließung protestiert werden.