13.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Konzernchef Guillaume de Posch
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Um trotz des schwierigen Werbemarktes mehr Gewinn zu erzielen, verstärkt ProSiebenSat.1 seine Sparanstrengungen. Im ersten Quartal sank der Umsatz, vor allem bei Sat.1.
Der TV-Konzern ProSiebenSat.1
hat im ersten Quartal weiterhin die Werbeflaute gespürt. Der Umsatz sank zwischen Januar und Ende März auf 430 Millionen Euro nach 436,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das im M-Dax notierte Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Der Umsatzrückgang sei auf die angespannte Lage im TV-Werbemarkt zurückzuführen.
Überschuss gestiegenDabei sank der Umsatz insbesondere bei Sat.1 überproportional mit einem Minus von 3,0 Prozent auf 186,9 Millionen Euro, während ProSieben den Umsatz um gut zehn Prozent steigerte. Der Erlösrückgang im Gesamtkonzern war aber weniger groß als erwartet. Analysten hatten im Schnitt auf einen Umsatz von 428,6 Millionen Euro getippt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging den Angaben zufolge um sieben Prozent auf 64,2 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von 60,4 auf 56,8 Millionen Euro.
Der Überschuss erhöhte sich hingegen um 14,3 Prozent auf 28,7 Millionen Euro. «Das Jahr 2005 ist schwächer gestartet, als wir erwartet haben», sagte Vorstandschef Guillaume de Posch. Dass der Gewinn trotz der schwierigen Lage im Werbemarkt gestiegen sei, werde «als Bestätigung für unsere Diversifikations-Strategie und für die strategischen Kapitalmaßnahmen, die wir im vergangenen Jahr durchgeführt haben», gewertet.
Sparbemühungen werden verstärktFür das laufende Jahr stellt sich der Konzern weiterhin auf schwierige Verhältnisse ein: Derzeit gebe es keine Anzeichen für eine Konjunkturbelebung, hieß es. Daher sei für 2005 mit einem Rückgang des TV-Werbevolumens von zwei Prozent zu rechnen. ProSiebenSat.1 wolle jedoch auch unter diesen Voraussetzungen den Umsatz steigern und das Ergebnis verbessern.
Um diese Ziele erreichen zu können, will das Unternehmen weiter sparen. Für das laufende Jahr kündigte ProSiebenSat.1 weitere Einsparungen in Höhe von mindestens 60 Millionen Euro an. Bislang war eine Summe von rund 30 Millionen Euro genannt worden. Die Einsparungen würden allerdings erst überwiegend im zweiten Halbjahr zum Tragen kommen. Im ersten Quartal wurden die Kosten um ein Prozent oder 3,8 Millionen Euro gesenkt. (nz)