12.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Fabrik von Parmalat in Collecchio.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im Bilanzskandal um den insolventen Konzern Parmalat will die Staatsanwaltschaft 71 Personen anklagen. Die Behörde hat die Ermittlungen abgeschlossen.
Die juristische Aufarbeitung des Bilanzskandals um den italienischen Lebensmittelkonzern ist einen Schritt weitergekommen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen abgeschlossen und will 71 Personen anklagen. Das geht aus am Donnerstag in Rom veröffentlichten Gerichtsakten hervor.
Zu den Angeklagten gehört unter anderem Firmengründer Calisto Tanzi, Freunde, Geschäftspartner und Anwälte. Ihnen wird betrügerischer Konkurs, Bilanzfälschung und kriminelle Verschwörung vorgeworfen.
Erfundene KontenParmalat musste Ende 2003 eine Finanzlücke von mehreren Milliarden Dollar einräumen, nachdem bekannt geworden war, dass ein angebliches Konto bei der Bank of America mit rund fünf Milliarden Dollar überhaupt nicht existiert.
Das Unternehmen meldete infolge dessen Insolvenz an. Der Finanzskandal brachte Bilanztricksereien, gefälschte Rechungen und erfundene Konten ans Licht. (nz)