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Springer-Verlag hält Umsatz stabil

10. Mai 2005 12:06
Springer-Chef Mathias Döpfner
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Den deutlichen Ergebniszuwachs im ersten Quartal begründet Springer-Chef Döpfner mit erfolgreichen neuen Titeln und «anhaltender Kostendisziplin». Unter dem Strich blieben zwei Drittel mehr Gewinn als vor einem Jahr.

Angesichts einer deutlichen Gewinnsteigerung im ersten Quartal hat der Vorstandschef des Axel Springer Verlags , Mathias Döpfner, seinen Ganzjahresausblick bestätigt. Er rechne nach wie vor damit, 2005 das um die Sondereinnahmen durch die Kirch-Einigung bereinigte Ergebnis leicht zu übertreffen, sagte Döpfner am Dienstag in Berlin anlässlich der Vorlage der Quartalsbilanz.

Zugleich sollten die Umsätze leicht zulegen, falls sich der Geschäftserfolg mit neuen Veröffentlichungen fortsetze und die Anzeigenmärkte wachsen. «Wir haben bei neu gegründeten Objekten kräftige Auflagen. Und Anzeigenzuwächse verbucht und die Anlaufkosten nachhaltig gesenkt», begründete Döpfner das Ertragswachstum zum Jahresauftakt.

Zwei Drittel mehr Überschuss

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  • Wie der Verlag weiter mitteilte, erhöhte sich der Periodenüberschuss im Jahresvergleich um 67,6 Prozent auf 47,6 Millionen Euro. Der Umsatz blieb den Angaben zufolge mit 578,7 Millionen Euro im Jahresvergleich annähernd stabil. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei zugleich um 17,6 Prozent auf 80,7 Millionen Euro gestiegen. Effekte der Kirch-Einigung seien dabei nicht berücksichtigt, hieß es weiter.

    «Trotz der schwachen Inlandskonjunktur» seien die Vertriebserlöse um 2,7 Prozent auf 288,0 Millionen Euro gesteigert worden, teilte Springer weiter mit. Dazu «trugen die neu gegründeten Titel im In- und Ausland maßgeblich bei». Im Anzeigengeschäft nahm der Konzern nach eigenen Angaben mit 229,9 Millionen Euro 1,6 Prozent mehr ein als ersten Quartal 2004. Beides zusammen macht 92 Prozent des Konzernumsatzes aus. Die übrigen Erlöse verminderten sich laut Verlag um 9,7 auf 60,8 Millionen Euro.

    Auslandsanteil wächst

    Dabei sei das Geschäft durch «rückläufige inländische Pressevertriebsmärkte und eine uneinheitliche Anzeigenkonjunktur» geprägt gewesen. Das stärkste Wachstum wurde daher auch außerhalb Deutschlands verzeichnet: Die Auslandsumsätze hätten um 18,4 Prozent auf 93,1 Millionen Euro zugelegt, teilte der Verlag weiter mit. Damit erhöhte sich der Anteil der Anteil des Auslands an den Konzernerlösen den Angaben zufolge binnen Jahresfrist von 13,6 auf 16,1 Prozent.

    Springer verwies darauf, dass die konzerneigenen Druckereien nach der Genehmigung durch die EU rückwirkend zum 1. Januar mit denen der Bertelsmann-Töchter Arvato und Gruner + Jahr (G+J) zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammengelegt wurde. Angaben zu bilanziellen Effekten wurden zunächst nicht gemacht. Auch über die offenbar geplante Mehrheitsübernahme der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 Media äußerte sich der Konzern vorerst nicht. Auf der Hauptversammlung Ende April hatte Vorstandschef Döpfner die Planungen nicht bestritten, sich aber ebenso wenig konkret geäußert. (nz)

     
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