Meilenstein der Luftfahrt: Testflug des A380 verläuft «absolut perfekt»
101 Jahre nach dem Erstflug der Gebrüder Wright gilt dieser Flug als ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt. Das Flugzeug mit knapp 80 Metern Spannweite soll in der Standardversion 555 Passagiere über 15.000 Kilometer transportieren können.
Die Zuschauer feierten den Flug mit Jubelrufen und Applaus. Die Lärmentwicklung der Triebwerke blieb erstaunlich gering. Der Test verlaufe «absolut perfekt», sagte einer der beiden Piloten, Jacques Rosay, rund zwei Stunden nach dem Bilderbuchstart in einem Funkgespräch.
An Bord der Maschine sind neben den Testpiloten auch vier Flugingenieure. «Der Start war perfekt, die Beschleunigung des Flugzeugs und die Steuerung sind exakt so wie auf dem Simulator», sagte Rosay. Der Airbus fliege in etwa 3000 Meter Höhe.
Eingesetzt wurde ein A380-Prototyp ohne Sitze, der hauptsächlich mit Rechnern bestückt ist. Etwa 30 Ingenieure am Boden werten die über Satellit übertragenen Mess- und Flugdaten während des Erstfluges anhand von 6.000 Parametern aus. Besonderes Gewicht wird auf die Belastung der Hülle und die Funktionsfähigkeit der Kommandosoftware gelegt.
Die Sicherheitsvorkehrungen für die A380-Crew waren hoch. Airbus-Cheftestpilot Jacques Rosay, Kapitän Claude Lelaie und die anderen vier Crewmitglieder trugen nach Angaben des Unternehmen Fallschirme, ein Geländer führt vom Cockpit zu einem Notausgang.
Der A380 wird sich nicht weiter als 160 Kilometer vom Startflughafen entfernen. Dabei meidet die Maschine die dicht besiedelten Gebiete Südfrankreichs.
Eine zweite Maschine ohne Kabinen soll von Sommer 2005 an vornehmlich die Flugleistungen des A380 prüfen. Dabei geht es unter anderem um den Aktionsradius und um das Verhalten des Flugzeuges beim Start. Zwei Prototypen mit Kabinen werden die Parameter in dem neuen Flugzeug messen und die Gegebenheiten beim Anflug von Flughäfen austesten. Rund 2300 erfolgreiche Flugstunden sind nötig, damit der A380 die Zulassung der Luftfahrtämter der Welt erhalten kann.
Für den A380 sind bei der Tochter des EADS-Konzerns

