20.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Pernod Ricard und Fortune Brands werden den britischen Konkurrenten Allied Domecq laut Zeitungsbericht gemeinsam kaufen. Geplant ist angeblich eine Zerschlagung.
Der Verwaltungsrad des britischen Spirituosenherstellers Allied Domecq hat dem gemeinsamen Kaufangebot des französischen Konkurrenten Pernod Ricards und dem US-Konzern Fortune Brands zugestimmt. Das berichtete das «Wall Street Journal» am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe.
Der Kaufpreis betrage 14 Milliarden Euro. Allerdings müssten die Aktionäre noch zustimmen. Sollte das der Fall sein, werde Allied Domecq zerlegt und zwischen den Käufern aufgeteilt, hieß es.
Fast elf Milliarden Euro gebotenDem Bericht zufolge bieten die Pernod Ricard und Fortune Brands 670 Pence pro Aktie von Allied Domecq. Damit werde das britische Unternehmen mit 7,4 Milliarden Pfund (10,85 Milliarden Euro) bewertet. Pernod Ricard wird zwei Drittel des Spirituosenmarktes kaufen. Damit würden die Franzosen näher an den Weltmarktführer Diageon heranrücken. Fortune erhalte die Marken, die in den USA stärker als in Europa verbreitet seien.
Allied Domecq vertreibt unter anderem die Marken Ballnatine´s Whiskey, Malibu und Beefeater Gin. Außerdem ist das Unternehmen an der Kette Dunkin Donuts beteiligt. Der Umsatz liegt den Angaben zufolge bei 3,2 Milliarden Pfund. Davon entfallen 2,3 Milliarden auf Getränke. Fortune produziert unter anderem die Marke Jim Beam. Zu Pernod Ricard gehören Chivas-Whiskey und Havanna Club-Rum. (nz)