netzeitung.deSony-BMG will Musik besser schützen

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Das fusionierte Musikunternehmen Sony-BMG ist offiziell in Deutschland an den Start gegangen. Die Prognose für das erste Jahr ist aber eher verhalten.

Das im vergangenen August fusionierte Unternehmen Sony-BMG hat am Freitag in Berlin offiziell die Arbeit in Deutschland aufgenommen. Zum Start verwies Maarten Steinkamp, Deutschland-Vorsitzender von Sony-BMG, auf den Wert der Musik. Dieser müsse von Musikfans mehr geschätzt und von Unternehmerseite besser geschützt werden.

Den Verbrauchern dürfe keine Musik mehr «geschenkt» werden, sagte er mit Blick auf hohe Produktpiraterie in der Branche. Gleichzeitig solle der Service für Musikfans verbessert werden. Sony-BMG gehört je zur Hälfte der Bertelsmann AG und der Sony Corporation of America.

Internationale Stars wie Usher, Alicia Keys, Jennifer Lopez oder Destiny's Child und nationale Künstler wie Peter Maffay, Yvonne Catterfeld, Sarah Connor, Silbermond oder Annett Louisan zählen zu dem weit gefächerten Portfolio von Sony-BMG in Deutschland.

Positive «Synergieeffekte»
Steinkamp, der auch Europa-Chef von Sony-BMG ist, wertete den mit der Fusion verbundenen Stellenabbau als positiv. Man profitiere in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld von «Synergieeffekten», sagte Steinkamp. Rund 150 Stellen seien eingespart worden, etwa die Hälfte durch betriebsbedingte Kündigungen. Sony-BMG beschäftigt in Deutschland 320 Mitarbeiter.

Im ersten gemeinsamen Jahr steuert das Unternehmen einen Umsatz von rund 330 Millionen Euro an. Das entspricht in etwa dem kumulierten Vorjahresumsatz. Zur Umsatzstabilität soll der Verkauf der neuen «Dual Disc» ab Sommer 2005 beitragen. Sie ist auf der A-Seite eine CD, auf der B-Seite eine DVD. Der Preis soll bei knapp über 20 Euro liegen.

Neue Medien besser nutzen
Zudem werde das Unternehmen alles daran setzen, die Musik für Kunden über die so genannten neuen Medien besser nutzbar zu machen, hieß es weiter. Auch visuelle Medien würden künftig verstärkt eine Rolle spielen. (nz)