14. Mrz 2005 20:53
Die Großaktionäre der Swiss müssen die Übernahmepläne der Lufthansa noch billigen. Die EU signalisierte bereits Zustimmung.
stehen bei der angeschlagenen Schweizer Airline Swiss einige Verhandlungsrunden an. In den kommenden Tagen seien Gespräche mit den Großaktionären geplant, sagte Swiss-Sprecher Jean Claude Donzel am Montag. Bereits Anfang nächster Woche soll einem Agenturbericht zufolge ein erstes Treffen in Zürich stattfinden.Neben den Hauptaktionären müsse zudem noch der Aufsichtsrat von Lufthansa sowie der Verwaltungsrat der Schweizer Fluggesellschaft zustimmen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag in Frankfurt/Main. Am 22. März findet die nächste ordentliche Sitzung des Lufthansa-Kontrollgremiums statt. Der Konzern verspreche sich durch die Übernahme einen «Zugang zu einem sehr attraktiven Markt mit hoher Wirtschaftskraft», fügte die Sprecherin hinzu. Zudem hofft die Airline auf «viele Synergien auf Kosten- und Erlösseite».
Zu dem Preis, den die Lufthansa den Kleinaktionären von Swiss anbietet, wollte sich der Konzern nicht näher äußern. Rund 14 Prozent der Aktien befinden sich in den Händen von Kleinanlegern. Das Kaufangebot werde sich vom Stichtag an am «durchschnittlichen Börsenkurs der letzten 30 Tage orientieren», sagte die Sprecherin. Der Gesamtpreis zur Abfindung der Kleinaktionäre wird sich nach Angaben von Experten auf rund 50 bis 60 Millionen Dollar belaufen.Die Europäische Union äußerte sich ebenfalls positiv zu der geplanten Fusion: Der weltweite Wettbewerb erfordere «solide und starke europäische Airlines», sagte der zuständige EU-Kommissar, Jacques Barrot, in Brüssel. (nz)