13. Mrz 2005 11:58, ergänzt 19:27
Die Gespräche über eine Übernahme der Swiss durch die Lufthansa sind weit fortgeschritten. Ein Geschäftsmodell wurde bereits vereinbart.
und Swiss über einen Zusammenschluss sollen kurzfristig zu einem Ergebnis geführt werden. Die Lufthansa bestätigte am Sonntagabend einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ). In einer Pflichtmitteilung des Unternehmens hieß es, es sei bereits ein gemeinsames Geschäftsmodell erarbeitet worden, dem aber noch die Aufsichtsräte der beiden Fluglinien sowie die Swiss-Großaktionäre zustimmen müssten. Das Konzept sehe vor, die Eigenständigkeit der Swiss weitestgehend beizubehalten und auch den Markennamen zu erhalten. Auch der Flughafen Zürich solle weiter als internationales Drehkreuz erhalten bleiben, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Sollten die erforderlichen Zustimmungen vorliegen, beabsichtige Lufthansa, den Free Float-Aktionären ein Angebot in Höhe des Durchschnittskurses der vergangenen Wochen zu unterbreiten.
Die «NZZ» hatte am Sonntag berichtet, die Gespräche zwischen den beiden Gesellschaften fänden unter hohem Zeitdruck statt, seitdem bekannt wurde, dass über einen Zusammenschluss verhandelt werde. Gleichwohl sei auch möglich, dass die Gespräche noch scheitern. Als Hindernis könnte sich der noch andauernde Arbeitskampf der Swiss-Piloten erweisen. Das Swiss-Management fordert von den Piloten eine Senkung der Personalkosten um 26 Prozent. Bei den Mitarbeitern stößt dies auf erbitterten Widerstand. Der Swiss-Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sieht ein Reißverschlussverfahren vor: Demzufolge muss für jeden Regionalpiloten, der entlassen wird, auch ein Langstreckenpilot seine Stelle verlieren. Das Verfahren hat zu einem Streit zwischen den Regional- und Langstreckenpiloten geführt, der Gespräche über eine Kostensenkung bislang verhindert. (nz)