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Mobilcom-Chef will Freenet-Fusion vorantreiben

08. Mrz 2005 10:41, ergänzt 15:07
Thorsten Grenz
Mobilcom-Chef Grenz hält die Verschmelzung mit der Internet-Tochter Freenet noch in diesem Jahr für möglich. Der Vorstand von Freenet äußerte sich hingegen zurückhaltend zur Fusion.

Das Mobilfunkunternehmen Mobilcom erwartet, dass die Verschmelzung mit der Internettochter Freenet noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Es sei «überwiegend wahrscheinlich», dass der Zusammenschluss gelingen werde, sagte Thorsten Grenz, Vorstandvorsitzender von Mobilcom, am Dienstag in Hamburg.

Eine Reintegration biete beiden Seiten Wettbewerbsvorteile und könne das künftige Unternehmen neben der Telekom zum «einzigen Vollsortimenter» auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt machen. Zugleich betonte Grenz, dass bei einer Verschmelzung Verlustvorträge bei Mobilcom in Höhe von 3,2 Milliarden Euro steuerlich geltend gemacht werden können.

Freenet ziert sich

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Die geplante Verschmelzung von Freenet mit der Konzernmutter Mobilcom stößt bei beim Vorstand von Freenet auf keine Beifallsstürme. Freenet teilte am Freitag in Hamburg mit, dass der Vorstand mit der Untersuchung «der Vor- und Nachteile» sowie «der möglichen Vorgehensweisen» begonnen habe.

Freenet will zudem nicht Wirtschaftsprüfer darüber entscheiden lassen, wie das Umtauschverhältnis der Aktien beider Unternehmen aussehen wird, sondern Investmentbanken. Diese sollen markt- und potenzialorientierte Wertgutachten erstellen, teilte das Unternehmen mit. Freenet erhofft sich dadurch offensichtlich ein höheres Tauschverhältnis. Die Mitteilung von Freenet kommt zudem am gleichen Tag, an dem Mobilcom seine Bilanz für das vergangene Jahr vorlegt.

Verschmelzung bringt Synergien

Mobilcom hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, einen Zusammenschluss mit Freenet zu planen. Derzeit hält Mobilcom 50,4 Prozent der Freenet-Anteile. Mobilcom erhofft sich von diesem Schritt Synergien, zum Beispiel in IT-Nutzung und Verwaltung. Auch steuerlich wäre eine Verschmelzung für Mobilcom von Vorteil. Denn das Unternehmen nutzt seine hohen Verlustvorträge nicht aus. Gewinne von Freenet könnten nach einer Verschmelzung damit verrechnet werden. (nz)

 
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