13.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt
Foto: BDA
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Deutsche Bank verhält sich laut Dieter Hundt nicht unsozial. Die soziale Verantwortung eines Unternehmens hänge von einem ausreichenden Gewinn ab - dessen Höhe müsse die Firma aber selbst entscheiden.
In der Debatte um den geplanten Stellenabbau der Deutschen Bank
hat sich auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt auf die Seite des Instituts geschlagen und den Vorwurf, die Bank verhalte sich unsozial, zurückgewiesen.
Eine Voraussetzung, um der sozialen Verantwortung gerecht zu werden, sei für jedes Unternehmen ein ausreichender Gewinn, sagte Hundt am Sonntag im Deutschlandfunk. «Und welche Maßnahmen in einem Unternehmen hierfür Voraussetzung und erforderlich sind, das kann nur in dem Unternehmen entschieden werden.»
«Unangenehme Entscheidungen»Der Öffentlichkeit fehlten die notwendigen Informationen über die Gegebenheiten, die zu solchen «unangenehmen Entscheidungen» führen würden, sagte Hundt weiter. Die Deutsche Bank hatte angekündigt, in Deutschland bis Ende 2006 1920 Stellen zu streichen. Weltweit sollen 6400 Arbeitsplätze wegfallen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann strebt eine Kapitalrendite von 25 Prozent an, was unter anderem mit geringeren Personalkosten erreicht werden soll.
Hundt ergänzte: «Auf der anderen Seite sage ich ganz klar, dass die deutschen Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung sich voll bewusst sind und sich auch entsprechend verhalten.» Das gelte insbesondere für die mittelständischen Unternehmen und «von der einen oder anderen Ausnahme abgesehen» auch für die Verantwortlichen in den Konzernen. (nz)