Hewlett-Packard-Chefin Fiorina überraschend zurückgetreten
Dunn dankte Fiorina im Namen des Board für ihre Tätigkeit an der Spitze des Unternehmens, wo diese die zurückliegenden sechs Jahre gearbeitet hatte. Das Unternehmen hoffe jetzt, die Umsetzung der Firmenstrategie beschleunigen zu können, sagte Dunn.
Schon im Dezember vergangenen Jahres hatte Fiorina eingestanden, dass sie schon drei Mal mit dem Vorstand über einen Rücktritt gesprochen hatte. Bisher hatte sie sich aber gegen einen solchen Schritt entschieden.
Unter Fiorinas Führung hatte HP unter anderem den Konkurrenten Compaq geschluckt, um damit zum weltgrößten PC-Hersteller aufzusteigen. Doch nur wenige Monate nach der Fusion hatte sich Weltmarktführer Dell wieder an HP vorbeigeschoben. Die Fusion wurde von vielen Analysten als nicht sinnvoll kritisiert.
Bereits seit längerem kursierte das Gerücht in den Medien, der Verwaltungsrat sei mit der schwachen Geschäftsentwicklung unzufrieden und suche nach Möglichkeiten, die Kompetenzen Fiorinas einzuschränken. Erst im vergangenen August hatte HP eine Gewinnwarnung ausgegeben und die Aktien des Unternehmens damit heftig unter Druck gebracht. Im vierten Quartal traf das Ergebnis gerade eben die Erwartungen der Analysten. Demgegenüber wies Hauptkonkurrent und Weltmarktführer Dell jedes Quartal ein Rekordergebnis aus. (nz)

