25.01.2005
Herausgeber: netzeitung.de
MLP will Versicherer bald verkaufen
Nach Ansicht von MLP-Chef Schroeder-Wildberg ist das vergangene Jahr für den Finanzdienstleister besonders gut verlaufen. Mittelfristig setze das Unternehmen auf betriebliche Altersvorsorge.
Der Finanzdienstleister MLP
will seine beiden Versicherungstöchter bis Ende des Jahres verkaufen. Das sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg der «Börsenzeitung» vom Dienstag. Das Feedback des Marktes auf die Pläne sei erfreulich, so der MLP-Chef. Das Unternehmen werde sich künftig auf das Kerngeschäft Finanzberatung konzentrieren.
Am Markt gelte ein Verkaufserlös zwischen 400 und 500 Millionen Euro als möglich, so die Zeitung. Die Töchter MLP Lebensversicherung und die MLP Versicherung weisen nach Einschätzung Schroeder-Wildbergs einen attraktiven Versicherungsbestand und hohe Wachstumsraten auf. Der Lebensversicherer komme auf jährliche Bruttobeiträge von rund 480 Millionen Euro und der Sachversicherer auf 35 Millionen Euro, sagte der MLP-Chef.
Ziele erreicht Mit dem vergangenen Jahr zeigte sich Schroeder-Wildberg zufrieden. «Wir haben alles erreicht, was wir uns vorgenommen haben», sagte er. Demnach dürfte MLP die Kundenzahl im Jahresvergleich um zehn Prozent gesteigert auf 618.000 haben, so die Zeitung. Auf Basis der Neun-Monats-Zahlen hatte MLP ein Vorsteuerergebnis zwischen 85 und 90 Millionen Euro vorhergesagt.
Im laufenden Jahr setzt MLP vor allem auf das Geschäft mit privaten Krankenversicherungen, Geldanlage und Sachversicherungen, wie es weiter hieß. Mittelfristig sieht Schroeder-Wildberg Chancen in der betrieblichen Altersvorsorge und in der Vermögensstrukturierung wohlhabender Kunden. (nz)